Going to Korea

Montag, 17. November 2008

Koreanisch Essen in Frankfurt

Gelegentlich hat man ja Appetit auf etwas koreanisches, aber grade keine Frau wie die meine zur Hand, die lecker kochen kann. Oder ist fern des heimischen Herdes in der Fremde und weiß nicht, wohin mit seinem Appetit. Oder hat Lust auf etwas Neues. Gründe also gibt es genug, eine Liste von koreanischen Restaurants am gleichen oder anderen Ort wie man selbst zu suchen. Tue ich auch und zwar derzeit aus erfindlichen Gründen vor allem in Frankfurt (ja, am Main). Frustrierenderweise finde ich dann keine aussagekräftigen Beschreibungen und vertrauenswürdige Empfehlungen im Netz, sondern meist nur die Adresse des ortsbekannten Touri-Neppers. Das muss und soll anders werden und daher lege ich jetzt einfach mal für jede Stadt, in der ich koreanisch essen war, meine eigene Liste von koreanischen Restaurants an. Getestete und ungetestete. Hinweise auf nennenswerte Alternativen nehme ich gerne auf. Also:

  • Mr Lee. Gutleutstr. 153, 60329 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-251198. Bisher mein Lieblingsrestaurant hier. Lecker, authentisch, freundlich.

  • Kontiki. Frankfurter Landstrasse 6, 61440 Oberursel, Tel. +49-6171-56051. Jin-As Favorit in der Region. Wird generell sehr gelobt.

  • Go-Gung. Hauptstr. 28, 66750 Eschborn, Tel. +49-61 96-77 51 00. Landestypisch mit der Möglichkeit, auf dem Boden zu sitzen. Ordentliche banchan, faire Preise. Leckeres Bulgogi.

  • Shizuku. Hauptstr. 82, 65760 Eschborn, Tel. +49-6196-99 89 925, Fax -926, Mobil +49-172-6156148. www.shizuku.de Koreanische und japanische Küche. Mittagsmenü zu 8 und täglich wechselnd 10 EUR.

  • J's Kitchen. Lauenburger Str. 1 (Ober der Roeth 2), 65824 Schwalbach/Ts., Tel. +49-6196-950-2425, Fax -2426, Mobil +49-160-780 2652. Mo - Sa 12:00 - 14:30 & 18:00 - 02:00. So geschlossen. www.jskitchen.de (17.11.08: funktioniert nicht).

  • Bul-go-gi. Dreikönigstr. 2-4, Frankfurt am Main, Tel. +49-69-6612 6678. Authentisch mit Tischgrill und sehr freundlicher Bedienung. Nicht das beste Essen in FFM, aber auch nicht das schlechteste. Preise fair.

  • Shilla. Kennedyallee 61, 60596 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-636520. Nicht so gut, dafür auch etwas teurer. Wenig banchan.

  • Seoul. Unterortstr. 27-29, 65760 Eschborn, Tel. +49-6196-41450.

  • Korea Haus. Am Hauptbahnhof 16, 60329 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-236964. Das hat so gar keinen guten Ruf. Bin ich also auch noch nicht hin.

  • Family Restaurant. Alt-Sossenheim 5, 65936 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-30088971. Der beste Koreaner in Sossenheim. Der einzige Koreaner in Sossenheim.

  • BeSeTo Asia Bar. Taubenstr. 17, 60313 Frankfurt am Main, Tel. +49-69-21 999 229, Fax +49-69-21 999 456, Mobil +49-178-818 5858. Angeblich nur für (ich zitiere) Schlitzaugen. Eng und teuer - wäre dann ja wie in Asien.
Und wer nicht essen will, sondern lesen, kann sich ja diesen Artikel des hr über das koreanische Restaurant Shilla in Frankfurt durchlesen.

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Dienstag, 28. Oktober 2008

Der Beginn von etwas Neuem

Derzeit lese ich diese Seite mit Interesse. Irgendwann ist mein Projekt hier in Frankfurt ja auch mal zu Ende, so dass wir ja schon mal so langsam mit Planungen für die Zeit danach anfangen können...

Und einen herzlichen Gruß an alle, die diesen Eintrag lesen! Wahrscheinlich hast Du den RSS-Feed abonniert. Wer weiß, vielleicht ist das ja der Anfang von einer neuen Runde Blog-Einträge...

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Samstag, 8. Dezember 2007

Abschied aus Seoul

Jetzt ist es auch an uns, das Land zu verlassen. Wir packen gerade die letzten Siebensachen in unsere Koffer und werden in einer Stunde das Hotel verlassen, um mittags unseren Flieger in die Heimat zu nehmen. Weitere 250 kg Gepäck sind auf 15 Kisten verteilt schon auf dem Wasserweg unterwegs. Es ist doch einiges zusammengekommen, was wir in Deutschland nicht missen wollen. Andenken natürlich, aber auch Dinge, die uns täglich an Korea erinnern sollen wie Geschirr und Kochutensilien.

Die hinter uns liegende Zeit war sehr erlebnisreich und intensiv, so dass es nicht leicht fällt, zu gehen. Auch haben wir viele nette Menschen kennen gelernt, die wir vermissen werden. Aber es gibt auch viele Dinge und insbesondere Menschen, auf die ich mich sehr freue. Und es gibt gute Gründe, wieder her zu kommen. Und das könnte möglicherweise schon recht bald sein, zumindest arbeite ich mal darauf hin. Also sehe ich das mal nicht in erster Linie als Abschied, sondern eher als den Beginn von etwas Neuem.

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Donnerstag, 29. November 2007

Im Osten was Neues


Wir sind seit drei Wochen in China. Da wir von hier aus so gut wie nie Internetzugang hatten, gab's auch keine Neuigkeiten im Blog. Aber jetzt. Mehr Bilder gibt es hier bei Picasa.

Wir haben uns von Beijing (und zu Besuch bei Dirk) aus nach Xian (zu den Terracotta-Kriegern), Hangzhou (zu Natalie und Bernd) und Shanghai bis nach Guangzhou vorgearbeitet. Im Vergleich zu Korea ist das Land natuerlich riesig und bietet entsprechend auch viel mehr Abwechslung. Auch kulinarisch, was unsereins ja ganz besonders freut. Photos von Schlangenschnaps, Schild- und sonstigen Kroeten zum Verzehr folgen also in Baelde. (Keine Sorge, auch wir haben Schmerzgrenzen.)

Bald geht's zurueck nach Deutschland und auch das hat einiges fuer sich. Weihnachten ohne Gluehwein waere einfach nicht das gleiche...

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Montag, 22. Oktober 2007

Perspektiven

Heute kommt der letzte offizielle Punkt des Programms: die Graduierungszeremonie. Endlich - die letzten Wochen waren noch mal eine Quälerei. Jetzt aber ist alles gut und ich habe die Ehre, im Namen der Teilnehmer ein paar Worte zum Abschied sagen zu dürfen. Wer an der Teilnahme verhindert ist oder einfach nicht fünf Stunden warten kann, dem sei vorab verraten, dass dem Anlass angemessen der Tenor ein positiver sein wird. Vornehmlich, aber nicht nur. Denn weite Teile des Programms waren rückblickend schlecht geplant, schlecht organisiert, schlecht gemacht. Und das betrifft alle beteiligten Institutionen von der Kommission, den Koordinatoren in Paris und Seoul bis hin zur Sprachschule hier. Aber Spaß gemacht hat es auch und war eine sehr interessante Erfahrung. Und manche der Fremden, die ich hier kennengelernt habe, sind Freunde geworden und werden es auch bleiben. Sehr bereichernd.

Nach vorne schauend und die nähere Zukunft bis zu unserer Abreise Anfang Dezember planend, lese ich dieses Blog. Und freue mich auf noch mal ganz andere Erfahrungen!

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Samstag, 6. Oktober 2007

Gedämpftes Huhn in Sinchon


Heute gab es nach der Sprachschule ein leckeres gedämpftes Hühnchen (Jjimdalg oder 찜닭) mit Jin-A und meiner Lehrerin vom KLI. Nur ein paar Schritte unterhalb vom Bahnhof in Shinchon ist ein Restaurant, wo abends Studenten Schlange stehen, um einen dieser Teller zu verspeisen. 7.000 ₩ pro Person (also etwa 6 €) ist wirklich nicht viel und wir haben nicht mal alles aufessen können.

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Samstag, 22. September 2007

Viel zu feiern


Danke, Jin-A.

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Sonntag, 9. September 2007

Verliebt, verlobt.

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Dienstag, 4. September 2007

Das unorganisierte Verbrechen oder: MÜENCHEN

Von der Fremdsprache geht eine Faszination aus. Da es wichtig erscheint, bemüht sich hier jeder, Englisch zu lernen. Das tut zwar weh und klappt auch nicht immer, dennoch ist der Enthusiasmus ungebremst. T-Shirts legen davon beredtes Zeugnis ab. Und irgendwie ist der unbefangene Umgang mit fremder Rechtschreibung und Grammatik auch ganz sympathisch.

Wenn mir jemand erklären könnte, ob es dabei um Gefängnisse oder Alkohol geht, wäre ich dankbar.

Whatever. Auf jeden Fall hoffe ich SO SEHR, dass der iconic WALL POINT auch mal meine Phantasie trifft!

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Donnerstag, 30. August 2007

Subprime loans


Dieses Bild bringt sehr schön den Hintergrund der Immobilienkreditkrise in den USA auf den Punkt. Ohne die Bonität der Kreditnehmer ausreichend zu prüfen, wurden viele Kredite im Vertrauen auf immer weiter steigende Immobilienpreise vergeben. Das Ende des Booms brachte das System "kaufe Haus, dass ich mir zwar momentan nicht leisten kann, aber dessen Wertsteigerung den Kredit schon tilgen wird" zum abrupten Ende. Wer cleverer Bankier war, verkaufte die riskanten Forderungen rechtzeitig weiter und hat jetzt nicht unter den Zahlungsausfällen zu leiden. Einige Verluste sind ja auf diesem Wege nach Europa gekommen. Für das SERI schreibe ich derzeit einen Artikel über die vermutlichen Auswirkungen der Krise auf die europäische Wirtschaft.

Hier in Korea sagt man 소 잃고 외양간 고친다, was soviel bedeutet wie "Nachdem die Kuh weg ist, wird der Stall repariert". Hoffentlich passiert das auch und die Finanzinstitutionen verbessern ihre Kontrollmechanismen.

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Mittwoch, 29. August 2007

Alles, was man so braucht...


... findet man auf dem Namdaemun Markt (남대문 시장). Rund um die Uhr wird von mehr als 1.000 Groß- und Einzelhändlern günstig angeboten, was der Haushalt begehrt: Lebensmittel, Haushaltsartikel, Ginseng aller Art, Uhren und Textilien. Ab 24°° Uhr öffnen die Großhändler, ab 7°° Uhr die Einzelhändler. Und mit ein paar Brocken Koreanisch lassen sich leichter Schnäppchen erheischen. "Kaka chuseyo" (깎아 주세요) begleitet von einem freundlichen Lächeln heißt soviel wie "Geben Sie mir bitte Rabatt" und funktioniert auch meist.

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Dienstag, 28. August 2007

Happiness comes from small thing


Graffiti in einer Unterführung in Hongdae.

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Montag, 27. August 2007

Scharf

Vor zwei Jahren habe ich auf der appetitanregenden Webseite à la carte von Peter Hertzmann einige bildschöne Illustrationen über das kunstfertige Zerteilen von Zutaten gesehen und mich sofort darin verguckt. Leider waren diese Seiten dort nicht lange zu finden. Insgeheim habe ich seitdem aber gehofft, dass der gute Mann uns diese schönen Anleitungen vorenthält, um ein verkaufbares Buch daraus zu machen. Hat er jetzt und hier steht mehr darüber.

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Freitag, 24. August 2007

Métro, boulot, dodo Seoul


Was von sieben bis sieben ausserhalb meines cubicles so passiert.

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Donnerstag, 23. August 2007

Irgendwann klappt's bestimmt


So leicht geben Koreaner nicht auf. Nachdem die Winterspiele 2014 nicht nach Pyeongchang, sondern nach Russland gegangen sind, bewirbt man sich eben für die olympischen Sommerspiele 2020. Austragungsort soll Busan werden, eine sehr schöne Hafenstadt im Osten Koreas. Viel Glück!

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Mittwoch, 22. August 2007

Posco geht nach Indien


Koreas viertgrößtes Unternehmen ist Posco. Der teilstaatliche Konzern ist der viertgrößte Stahlerzeuger weltweit, was ja durchaus erstaunlich ist, wenn man bedenkt, dass es in Südkorea keine nennenswerten Vorkommen von Erz oder Kohle gibt und die Rohstoffe per Schiff nach Korea transportiert werden müssen. Auf dieser Basis hat man im letzten Jahr 23 Milliarden USD Umsatz gemacht. Die Nachfrage hierzulande ist immens, schließlich bauen Koreaner die größten Schiffe der Welt. Und wenn die Chinesen letztes Jahr nicht aufgeholt hätten, auch immer noch die meisten.

Da allerdings auch hier Grenzen des Wachstums erkennbar werden, hat sich Korea auf die Suche nach neuen Märkten gemacht und einen davon in Indien gefunden. 2005 wurde mit der indischen Regierung vereinbart, dass ab dem Jahr 2007 ein neues Stahlwerk in einer rohstoffreichen Region an der Ostküste gebaut werden soll. Ganze 12 Milliarden USD sollen investiert werden. Damit steht Posco nicht allein. Auch Arcelor-Mittal (die japanische Nr. 1 der Branche) und MKK, ein russischer Konzern, werden dort Stahlwerke errichten. Die relative Nähe zu China ist zudem sicher kein Nachteil. Vor Baubeginn jedoch müssen noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Schürflizenzen für Erz, Umweltauflagen, Grundstückskäufe, Rechte als Sonderwirtschaftszone und Hafenzugang sind noch nicht geklärt. In Abhängigkeit vom politischen Willen der indischen Regierung und der Konzessionsbereitschaft der Koreaner kann sich dies noch länger hinziehen.

Quellen: Korea.net und Wikipedia

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Freitag, 17. August 2007

Asien in der Krise


Auch hier in Korea hat die internationale Nervosität an den Kredit- und Aktienmärkten zu drastischen Kursverlusten geführt. War der KOSPI noch vor kurzem auf einem Stand von über 2.000 Punkten, so ist er gestern auf weit unter 1.700 Punkte gesunken. Angeblich sind vor allem ausländische Investoren aus koreanischen Titeln ausgestiegen und haben so den Index unter Druck gebracht.

Das sind jedoch nicht die einzigen Folgen. Der Wirtschaft hier geht zwar es gut, jedoch ist man natürlich als Exportnation auf eine gesunde Nachfrage aus dem Ausland angewiesen. Und so kann es kommen, dass der Preisverfall am amerikanischen Immobilienmarkt dazu führt, dass Joe Sixpack keine Refinanzierung für's Häusle bekommt und statt der Anzahlung auf den neuen koreanischen SUV seine Hypothek bedient. Kann sich also auch durchaus im Exportgeschäft bemerkbar machen.

Genau wie in der ganzen Welt haben auch in Korea die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren kräftig angezogen. Da eine durchschnittliche Wohnung in Seoul nicht unter einer Million Dollar zu haben ist, wird natürlich auch finanziert. Da die gebeutelten Banken ihre Finanzierungen weiterverkaufen können, wird sich dies natürlich auf die nächste Generation der koreanischen Immobilienerwerber auswirken: bessere Sicherheiten und höherer Eigenanteil wird die Folge sein. Normalerweise müssten dann die Preise etwas nachgeben. Aufgrund der derzeit starken Regulierung des Immobilienmarktes ist dies aber nicht zu erwarten. Mal gut, dass wir Mieter sind.

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Mittwoch, 15. August 2007

Independence Day


So ein koreanischer Unabhängigkeitstag ist ja immer eine schöne Gelegenheit, an die Greueltaten der Japaner bis 1945 zu erinnern. Korea feiert diesen jedes Jahr am 15. August und wir feiern mit. Zwar gehen wir nicht in den Independence Park, der auf dem Gelände eines ehemaligen Gefängnisses für Freiheitskämpfer gegen die Japaner liegt, aber wir machen trotzdem das Beste aus dem freien Tag. Zuhause bleiben und gesund werden ist der Plan.

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Dienstag, 14. August 2007

Kreuz und Quer

Sowas schon mal gesehen?
Zebrastreifen in Seoul! So geht man hier über die Straßen!

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Ice Ice Baby!

Der Sommer hier ist HEISS!!!! Was ja nichts Ungewöhnliches ist, allerdings kombiniert mit extremst hoher Luftfeuchtigkeit ist das echt grausam... Will heißen: wir produzieren literweise Schweiß, sind gelähmt, haben schlaflose Nächte, der Kreislauf spinnt total...wir leiden! Was tun?! Wir gönnten uns eine Abkühlung - im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar in der Ice Bar namens Sub Zero.

Ihr mögt vielleicht von Ice-Hotels in Schweden oder Canada gehört haben sowie einer Ice-Bar in Japan ... nun, sowas arktisches findet sich hier auch in Seoul seit April (Internetseite ist hier).

Eintritt kostet 15.000 Won (ca. 12 Euro). Man bekommt einen Riesen-Parka, Handschuhe sowie warme Boots geliehen. Zu Trinken gibt´s hier - natürlich - Vodka, was im Eintrittspreis mit inbegriffen ist... So bestellten wir uns zwei Vodka-Cocktails im Eisglas, bestaunten noch die Eisskulpturen und waren auch schon recht schnell fertig mit allem, da es sich bei Minus 6 Grad nicht wirklich lange aushalten lässt (Rekord zweier Schweizer lagen bei über 2 Stunden) und so haben wir dann nach 20 Minuten kapitulieren müssen - die Abkühlung hat trotzdem gut getan!!!!




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Montag, 13. August 2007

Warum es Ausländer in Korea schwer haben

Häufig wird angenommen, dass der Grund für die geringe Präsenz deutscher Unternehmen in Korea sei, dass es nicht genügend qualifizierte Führungskräfte gibt, die sich in diesem Kulturkreis bewegen können. Daher hat ja die Europäische Kommission auch das ETP-Korea aufgesetzt. Mehr Europäer mit Koreanischkenntnissen = mehr Export nach Korea, so die verkürzte Formel der Hoffnung. Dies ist sicher nicht schädlich, aber reichen tut das wohl nicht. Schauen wir uns doch mal folgende Tabelle an. Sie beschreibt das durchschnittliche Vertrauen von Koreanern zu verschiedenen Personengruppen auf einer Skala von 1 - 100. Einfach mal wirken lassen.
PersonengruppeVertrauensindex
Ehepartner100
Eltern100
Kinder100
Brüder/Schwestern100
Neffen/Nichten99
Cousins97
Andere Verwandte96
Klassenkameraden der Oberschule97
Kommilitionen der Hochschule85
Klassenkameraden der Grundschule50
Ehemaliger Mitschüler oder Kommilitone80
Menschen mit dem gleichen Nachnamen70
Menschen aus der gleichen Region70
Menschen aus einer anderen Region60
Kollegen, die für die gleiche Firma arbeiten90
Menschen mit dem gleichen Beruf80
Menschen mit dem gleichen Hobby70
Nachbarn70
Mitglieder der gleichen Kirchengemeinde95
Menschen der gleichen Konfession80
Menschen anderer Konfessionen70
Menschen mit anderer Religion40
Fremde (Koreaner)5
Ausländer (ohne weitere Beziehungen)1

Aus Chan Sup Chang, Nahn Joo Chang: Behavioural Patterns of Koreans. In: The Korean Management System: Cultural, Political, Economic Foundations, S. 45-57. Westport 1994. ISBN 0-89930-858-9

Wenn man berücksichtigt, dass die Koreaner von 1231 bis 1945 eigentlich permanent unter fremder Herrschaft (Mongolen, Chinesen und Japaner) waren und dementsprechend geartet die Kontakte zu Ausländern waren, eigentlich gar nicht so überraschend. Bleibt also die Preisfrage: Was muss man wohl tun, um als Ausländer in Korea erfolgreich Geschäfte machen zu können?

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Samstag, 11. August 2007

Ost trifft West


Yang Liu kommt aus China und lebt in Deutschland. Sie hat ihre Erfahrungen mit der unterschiedlichen Mentalität hüben und drüben hübsch konzentriert in Grafiken ausgedrückt und von Mai bis Juni im Aussenministerium ausgestellt. Tatsächlich: Jede der beschriebenen Eigenheiten gilt gleichermaßen für Koreaner.

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Mittwoch, 8. August 2007

Sonnenschein in der Regenzeit: 2. innerkoreanischer Gipfel


Kaum habe ich die letzte Meldung geschrieben, schon ist etwas auch für Koreaner spektakuläres passiert. Vor zwei Stunden hat der Wiedervereinigungsminister in einer Pressekonferenz bekanntgegeben, dass sich die Staatsoberhäupter der beiden Koreas vom 28. bis 30. August in Pyöngyang treffen werden. Eine Fortsetzung der Sonnenscheinpolitik also.

Thema könnte diesmal die nukleare Abrüstung sein. Beim ersten Treffen dieser Art vor sieben Jahren wurden unter anderem Wege zur Wiedervereinigung, engere wirtschaftliche Zusammenarbeit und humanitäre Fragen diskutiert. Es gab in der Folge sogar konkrete Ergebnisse, wie den Bau einer Autobahn zwischen den Ländern und die Errichtung der von südkoreanischen Unternehmen genutzten Sonderwirtschaftszone Gaeseong (개성) in Nordkorea. Auch wurden Familienzusammenführungen durchgeführt und unter einer gemeinsamen Fahne bei den olympischen Spielen 2002 in Sydney aufgetreten. Zuviel versprechen sollte sich aber niemand davon, denn bisher geht es innerkoreanisch immer einen Schritt vor und dann wieder zwei zurück.

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Schusswechsel an der Grenze

Sogar die deutsche Tagesschau hat es gemeldet, hier in Korea scheint es aber noch nicht einmal eine Zeitungsnotiz wert: koreanische Soldaten beider Seiten haben am 06.08. aufeinander geschossen. An der schwerbewachtesten Grenze der Welt zwischen dem kommunistischen Schurkenregime und der ansonsten vom Festland abgeschnittenen Republik sind mehrere Maschinengewehrsalven von Nord nach Süd abgefeuert worden, woraufhin aus dem Süden dann mit einer Serie Warnschüssen begleitet von einer Lautsprecherdurchsage geantwortet wurde. Keine Verletzten.

So die hiesige Version der Nachrichtenagentur Yonhap News, die dies online in gerade mal ein paar Zeilen erwähnt. Aber in keiner koreanischen Zeitung war gestern ein Artikel zu finden. Finde ich erstaunlich, denn schließlich ist die Grenze das aussenpolitische Thema Nummer Eins. Und wenn ich mich recht erinnere, kamen Zwischenfälle an der innerdeutschen Grenze immer auf die Titelseite. Erklärbar ist das vielleicht dadurch, dass die derzeit laufenden Atomabrüstungsgespräche nicht belastet werden sollen und die südkoreanische Presse dies daher in klassisch staatstreuer Manier nicht aufgreift. Vielleicht ist es aber auch so, dass dies ja immer mal wieder vorkommt (letztes Jahr zwei Mal) und dies einfach keinen Koreaner mehr hinter dem Ofen hervorlockt. Muss ich mal einen koreanischen Kollegen fragen. Gerade gemacht - letzteres ist der Fall. Keiner regt sich über ein paar Schüsse an der Grenze auf. Passiert halt immer wieder. Die Atombombe wäre ja auch keine echte Bedrohung gewesen.

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Dienstag, 7. August 2007

해물샤브 - Haemulshabu in Kangnam


Eigentlich wollte ich ja nur eine Kleinigkeit essen. 300 Meter von meinem Büroturm entfernt, lockte mich ein Schild in ein sympathisch aussehendes Restaurant. Haemulshabu (해물샤브) für 10.000₩ hört sich interessant an. Was auch immer Haemulshabu sein soll - vermutlich etwas mit Fisch und Brühe und in einem Shabu-shabu-Topf serviert, oder? Kann ja nicht so falsch sein. Hinein also.

Ich hätte stutzig werden sollen, als eine Stoffserviette auf dem Tisch lag. Sowas gibt's hier eigentlich gar nicht. Hungrig und freudig erregt, bestellte ich nach kurzem Blick in die Karte das schon Auserkorene. Was dann kam, überraschte mich nicht schlecht:

  • 1. Gang: Juk (죽) - Reisbrei, hier mit Fischfonds gekocht und mit Muscheln serviert
  • 2. Gang: Grüner Salat unter Tomaten-Kiwi-Bananen-Mus (erstaunlich lecker)
  • 3. Gang (oder sind das mehr?):
    • Haemulshabu bestehend aus: Krebs, Pfahl-, Herz-, Miesmuscheln, Shrimps, Oktopüssen und Pilzen sowie Lauch und Seetang am Tisch gekocht und mit drei verschiedenen Saucen serviert;
    • eine ganze halbe geräucherten Makrele;
    • Jabchae (Glasnudelsalat);
    • Farnpfannkuchen mit scharf eingelegten Muscheln;
    • erfrischender Wasserkimchi (물김치, Mulkimchi);
    • in Sojasauce gekochte Rippchen (Kalbi, 갈비) und
    • natürlich Reis. Reis, welcher so ähnlich zubereitet wurde wie bei Samgyetang, also mit Jujube-Beeren, Ginseng und Erbsen gekocht.

  • 4. Gang: Reiswasser. Dazu wird Wasser (oder Gerstentee) in den Specksteintopf gegossen, in welchem der Reis gekocht wurde. So löst sich die festgekochte Reiskruste und gibt den von Koreanern heißgeliebten Geschmack frei.
  • 5. Gang: Obstteller bestehend aus Melone, Weintrauben und Tomaten. Ja, Tomaten. Das ist hier Obst.
  • Ein absolutes Wellbeing-Essen also. Nur gesunde Sachen. Wenn das jetzt alles nicht so viel gewesen wäre! Und so schmackhaft. So aber komme ich nach dem Essen kaum wieder hoch. Im Büro erwartet mich bestimmt das Koma.
  • 6. Gang: Zur Kasse. Hier wird fast nie am Tisch gezahlt. Überraschung! Ich habe anscheinend nicht das angepriesene Mittagsmenü, sondern eine Erwachsenenportion (zwei?) bekommen. Zu benommen und sprachungewandt, um zu streiten, zahle ich 36.000₩. Für einen Mittagssnack ein bisschen viel, für das servierte Menü allerdings durchaus fair.
보성전, 서을시 강남구 서추구 서추동 1327-29 KT 파라곤 1층, Tel. 02-3474-4488

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Montag, 6. August 2007

Samgyetang (삼계탕)

Hier ist es ja immer noch richtig schön heiß. Tagsüber 30 Grad und nachts kaum kühler. Dies verbunden mit einer hohen Luftfeuchtigkeit kann einem schon ganz schön zu schaffen machen. Koreaner leiden natürlich auch unter der Hitze und haben ihre eigenen Theorien entwickelt, wie man am besten mit dieser zurecht kommt. Nämlich durch das (gelegentliche) Essen heißer Suppen. Nimmt man eine solche zu sich, schwitzt man die Gifte im Körper aus und gewinnt Kraft, um die heißen Tage besser zu überstehen. Boshintang (보신탕, Hundesuppe) und Samgyetang (삼계탕, Hühnersuppe) sind hier die traditionellen Mittel der Wahl. Soweit die Theorie.

Ganz unabhängig davon habe ich neulich Lust auf eine Hühnersuppe gehabt und da ich schon von Samgyetang gehört hatte, wollte ich diese doch auch mal probieren. Ein einschlägiges Restaurant ist bei uns in Shinchon schnell gefunden und so stand dann auch binnen kurzem eine brodelnde Tonschüssel mit einem ganzen Huhn vor mir. Klassisch ist, dieses mit Ginseng, Ingwer, Knoblauch, Jujube-Beeren, Maronen und Klebreis zu füllen. Alles gesunde Zutaten also. Rezept: Das Huhn wird ausgenommen, gefüllt und in eine Tonschüssel gelegt. Gewürzt, mit Wasser aufgegossen und zum Kochen gebracht (die Hitze schrittweise reduzieren), ist es nach etwa einer Stunde servierfertig. Noch etwas feingeschnittene Lauchzwiebel darüber, denn das Auge isst ja mit. Serviert wird es üblicherweise mit Rettichkimchi (Ggagdugi, 깍두기) und einer Salz-Pfeffer-Mischung zum Würzen. Wirklich eine leckere Mahlzeit. Und wie erwartet habe ich auch tüchtig geschwitzt. Ob es mir aber Kraft gegeben hat, da bin ich mir nicht so sicher - über's Wochenende habe ich jedenfalls mit einer Erkältung im Bett gelegen. Aber das wird wohl eher an dem ständigen Wechsel zwischen Schwitzen draussen und Frieren drinnen (wg. der Klimaanlagen überall) liegen.

Ein weiteres Rezept ist bei trifood.com zu finden. Übrigens auch eine sehr empfehlenswerte Seite, um sich mit typischen anderen Gerichten in Korea vertraut zu machen. Wenn man flexibel bzgl. der Romanisierung des Hangeul ist (schon mal was von "Bibimbob" gehört?). Guten Appetit!

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Sonntag, 5. August 2007

In Seoul und um Seoul herum

Praktische Lebenshilfe in Seoul: Bus- und U-Bahnverbindungen leicht gemacht. Für uns Ausländer hat die Stadtverwaltung von Seoul einige Webseiten zusammengestellt, auf denen man Stadtpläne, Bus- und Bahnverbindungen sowie weitere nützliche Informationen zum öffentlichen Nahverkehr in englischer Sprache findet. Nicht alles ist auf dem neusten Stand, so beträgt die Grundgebühr Taxen (kein Luxustaxi, tagsüber) mittlerweile 1.900₩. Aber dennoch.

Insbesondere die Suchfunktionen für Bus- und U-Bahnverbindungen sind gut gemacht. Durch Eingabe von Start- und Zielort wird der schnellste oder der mit dem geringsten Umsteigen verbundene Weg angezeigt. Zum Ziel geht's über folgende Links. Zuerst zur U-Bahn:

Und jetzt zu den Bussen:

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Mittwoch, 1. August 2007

Morgenstund

...ist aller Laster Anfang, sagt man. Für mich beginnt jetzt mein Arbeitstag im Samsung Economic Research Institute (SERI). Das ist einer der hier sogenannten "think tanks", einer Nichtregierungseinrichtung, die (auch) im staatlichen Auftrag forscht. Vor zwei Wochen hat mein Praktikum begonnen, das mir im Verlauf dreier Monate Einblick in das koreanische Wirtschaftsleben verschaffen soll und Gelegenheit geben, meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Nun, aus der Perspektive meiner Arbeitsnische ist das nicht so ganz einfach. Typisch Forschungsinstitut, arbeitet hier jeder für sich an seinen Aufgaben. Kommunikation beschränkt sich auf die Zeit des Mittagessens, wenn man von Kollegen mitgenommen wird. Und wenn, dann spricht man natürlich Englisch, denn auf Basis der 10 wöchentlichen Stunden Grammatik- und Vokabeltraining in den vergangenen Monaten hapert's bei mir ein bisschen mit der Redegewandtheit. Schwacher Trost: Den anderen aus der Gruppe geht es ebenso. Ich werde mir überlegen müssen, wie ich trotzdem weiter Koreanisch lerne.

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Montag, 30. Juli 2007

Hangeul-Tastaturaufkleber


Es ist gar nicht mal so einfach, vernünftige Hangeul-Tastaturaufkleber für den Laptop zu bekommen. Nach einigem Stöbern - natürlich im Yongsan Electronics District - bin ich dann fündig geworden und habe mir für 2.500 ₩ (etwa 2 €) die transparente Variante (s. o.) gekauft. Auf diesen Aufklebern sind dann nur die zusätzlichen koreanischen Schriftzeichen gedruckt, so dass die auf den Tasten vorhandenen Zeichen weiterhin zu sehen sind. Alternativ kann man auch Aufkleber bekommen, die auf weißem (s. u.) oder schwarzem Untergrund gedruckt sind. Dann verschwinden ß & Co. Wer sich nicht auf den Weg machen will, bekommt die Aufkleber auch im Versand. Dann allerdings etwas teurer.

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Samstag, 28. Juli 2007

Da geht's rund: Korea-Japan im Asian Cup

Diese Spiele haben es ja immer in sich. Wenn Korea auf Japan trifft, dann stehen nicht nur 22 Mann auf dem Platz, sondern immer auch tausende von gefallenen Vorfahren gleich mit. Von 1905 bis 1945 befand sich Korea unter japanischer Besetzung, wobei der an Ressourcen arme Süden des Landes von den Kolonialherren zur Agrarregion und der an Bodenschätzen reiche Norden zur Industrieregion gemacht wurde. Aber ich schweife ab... 1945 jedenfalls wurde der Unterdrückung der Koreaner durch die Japaner ein Ende bereitet und damit unter anderem auch der Praxis, japanischen Soldaten koreanische "Trostfrauen" (comfort women) zuzuführen. Ein sehr schmerzhaftes Kapitel der Geschichte also. Und wenn man dann im kleinen Finale des Asian Cup, also dem Spiel um den dritten Platz, es den Ex-Unterdrückern zeigen kann, ist der Jubel groß. Und sei es nur durch ein 6:5 im Elfmeterschießen.

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Montag, 23. Juli 2007

Umzug von Seoul nach Sejong


Präsident Roh will die Hauptstadt verlegen. 160 km südlich von Seoul wird ab sofort eine neue Stadt aus dem Boden gestampft, erster Spatenstich war letzten Freitag. Das passt ganz genau zur koreanischen Machermentalität. Nicht kleckern, klotzen. Nach vierzig Jahren Wirtschaftswachstum, dass nur kurz durch die Währungskrise 1997 gebremst wurde, hat sich der Glaube verfestigt, dass dies immer so weitergehen müsste. Da in der Region um Seoul herum das Gros der hiesigen Unternehmen angesiedelt sind, herrscht ein Ungleichgewicht im Land. Neue Jobs entstehen vor allem nahe der Hauptstadt und in Landregionen wohnen immer weniger Menschen. Das macht die Wähler im Süden des Landes unzufrieden und daher hat Roh im Wahlkampf 2002 versprochen, die Hauptstadt umzusiedeln.

Nach der erfolgreichen Wahl wurden entsprechende Gesetze erlassen, dann aber vom Verfassungsgericht gekippt, da eine Verlegung der Hauptstadt nicht per Dekret vorgenommen werden kann. So werden jetzt nicht alle, sondern nur 12 Ministerien und 37 Behörden nach Sejong ("Gipfel der Welt", aber auch der Name des Königs, unter dem Hangeul erdacht wurde) verlegt und das ganze "Verwaltungsstadt" genannt. Ab 2009 kann man dort Wohnungen kaufen, 2012 soll der Umzug beginnen. Dann werden 10.000 Beamte nach Sejong umgesiedelt. Verbände, Universtitäten und Privatunternehmen sollen mitziehen und für 200.000 neue Arbeitsstellen in der Stadt sorgen.

Durch zwei Ringe werden die Verkehrsadern der neuen Metropole gebildet. Vorbild dafür muss also Köln gewesen sein. Ich schlage vor, dass wir nicht nur dieses, sondern weiteres deutsches Know-how nach Korea liefern. Welche Fehler man bei einem Behördenumzug nicht machen sollte, zum Beispiel.

Quellen: The Korea Herald und Korea.net.

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Freitag, 20. Juli 2007

Gewalt im koreanischen Fernsehen


K1 auf Xtreme, Pride auf SuperAction, Hybrid Wrestling auf Channel J, American Fightclub auf Xsports. Hier geht's nur ab. Zu fast jeder Tages- und Nachtzeit zeigt das koreanische Fernsehen brutale Kämpfe. Wie auch immer der Name, die Regeln sind fast immer so: Versuche, Deinen Gegner durch Schlagen, Treten, Würgen ob im Stehen oder Liegen K. O. zu schlagen. Oder zumindest zum Bluten zu bringen, so dass die johlende Menge etwas davon hat. Wer das am besten hinbekommt, gewinnt. Ein sinnloses, rohes Spektakel also. Ich muss unbedingt versuchen, am Samstag Karten für K1 hier in Seoul zu bekommen, um mir das live anzusehen.

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Donnerstag, 19. Juli 2007

Im Hofbräuhaus Seoul

Ein Abend im Hofbräuhaus. Ja, hier in Seoul. Es handelt sich nicht etwa um ein billiges Imitat schlimmster asiatischer Prägung, sondern um ein hochoffizielles Lizenzprodukt des Originals am Platzl in Minga. So wird hier auch von deutscher Hand eigenes Helles sowie Dunkel- und Weißbier gebraut. Was sogar recht gut schmeckt, wie unser aller Gaumen gestern fanden. Lüftlmalerei verschönt den Blick nach oben, so dass man fast vergessen mag, dass man sich im Untergeschoß befindet. Gegessen haben wir nichts, denn beim letzten Mal hat uns nicht geschmeckt, dass uns bayerisches Essen leidlicher Qualität zu hohem Preis vorgesetzt wurde. Also haben wir das Bier getrunken und sind zu solidem koreanischen Tischgrillen um die nächste Häuserecke gezogen.

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Praktikum bei Samsung


Seit gestern arbeite ich hier in Kangnam. Bestandteil des ETP ist ja ein längeres Praktikum in einem koreanischen Unternehmen. Gar nicht so einfach, hier eine Stelle zu finden. Trotz mehrerer vielversprechender Kontakte (ohne die es in Korea nicht funktioniert) und sogar konkreten Zusagen - die dann wieder zurückgezogen wurden - hatte sich bis vor einer Woche noch kein Platz herauskristallisiert. Zwei Gründe spielen eine Rolle: zum einen sind Praktika hier in Korea so gut wie unbekannt und zum anderen herrscht hier eine "last minute"-Mentalität vor, so dass die notwendige Unterstützung seitens der Yonsei-Universität erst in allerletzter Minute kam. Ohne den Einfluss der altgedienten Professoren dort hätte drei Viertel unserer Gruppe keinen Praktikumsplatz gefunden.

Nun bin ich aber im Schoß des Samsung Economic Research Institute (SERI) aufgenommen worden. Zwar Bestandteil des Samsung-Konzerns, aber dennoch eine (teilweise) unabhängige Forschungseinrichtung, welche Politik und Wirtschaft berät. Ich werde im Bereich "Global Studies" tätig sein und mich mit den laufenden Verhandlungen zwischen EU und Korea zu einem Freihandelsabkommen beschäftigen. Meinen Bereichsleiter habe ich noch nicht gesehen, der war gestern beim Wirtschaftsminister und hat sich heute nicht blicken lassen. Ich bin gespannt, was mich hier erwartet und freue mich auf den neuen Abschnitt. Parallel zum Praktikum werde ich einen Businessplan erstellen und eine Abschlusspräsentation vorbereiten. Drei Stunden Sprachunterricht pro Woche gibt es zudem.

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Dienstag, 17. Juli 2007

Asia-Pazific-Wochen in Berlin

Innovation und nachhaltiges Wirtschaften in Südostasien sind die Themen, mit denen sich die Veranstaltungen während der Asia-Pazifik-Wochen beschäftigen. Vom 10. bis zum 23. September kann man in Berlin kostenlos an vielen verschiedenen Veranstaltungen teilnehmen, die von Kunst, Mode und Film über Stadtplanung, Energiepolitik, internationalem Handel bis hin zu Wissenschaft reichen. Ein sehr buntes Programm - schade, dass wir nicht in Deutschland sein werden.

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Montag, 16. Juli 2007

Schlammfestival

Wer sich mal wieder so richtig dreckig fühlen möchte, kann sich noch bis zum 22. Juli in Daecheon (대천) ins Schlammfestival stürzen. Was einen dort erwartet ist so ähnlich wie Karneval in Köln. Nur eben am Strand und ohne Kamelle.

Wenn das Wetter mitspielt, machen wir das vielleicht am Wochenende. Catchen, Rutschen, Tarzan spielen, Drillübungen, Modellstehen, Selbstmassage am Strand und Schminken im und mit Schlamm klingt einfach zu verführerisch, um sich das entgehen zu lassen.


Hier ein Film vom 8. Festival vor zwei Jahren (und der nicht ganz so langweilig ist wie der vom letzten Jahr).

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Sonntag, 15. Juli 2007

200 Pounds of Beauty



Neulich haben wir uns 200 Pounds of Beauty angeschaut. Koreanische Filme mit englischen Untertiteln sollen ja wertvoll für den Spracherwerb sein. Eine gute Ausrede, um einen unterhaltsamen Film mit typisch koreanischen Motiven zu konsumieren: Herz, Schmerz, Schönheitschirurgie und Happy End.

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Freitag, 13. Juli 2007

Koreanisch lernen!

Wer sich mit dem Gedanken trägt, nach Korea zu kommen, sollte sich auf jeden Fall auch mit Hangeul (한글) beschäftigen. Das ist das koreanische Alphabet und sieht komplizierter aus, als es eigentlich ist. Gegenüber den chinesischen Schriftzeichen hat es den riesigen Vorteil, dass man es innerhalb von ein paar Stunden lernen kann. Die Zeichen sind sehr bildhaft: Vokale stellen die Stellung des Menschen zwischen Himmel und Erde dar, Konsonanten sind der Haltung von Mund und Zunge bei deren Aussprache nachempfunden. Nach dem Prinzip von Yin und Yang zusammengesetzt bilden diese dann ein Schriftzeichen. Am einfachsten lernt man das Alphabet durch den Online-Kurs der Seoul National University. (Oben rechts auf den Seiten auf "Next" klicken. Bringt einen wirklich weiter. ;-)

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Donnerstag, 12. Juli 2007

Nam June Paik


Der gute Mann ist zwar leider schon tot, schlägt aber immer noch eine Brücke zwischen Seoul und Bad Kreuznach. Und ist es deshalb wert, hier erwähnt zu werden. Denn wer hätte das schon gedacht. Ich jedenfalls freue mich jedesmal, wenn ich ins Museum Ludwig gehe, über sein Brandenburger Tor.

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Mittwoch, 11. Juli 2007

Auf den Index gesetzt


Da hat sich der Geert Hofstede in Korea aber keine Freunde gemacht. Durch das Scoring von 39 auf dem Maskulinitätsindex (MAS) fühlen sich die Herren der Schöpfung hier mal so richtig auf den Schlips getreten. Noch dazu, wo die entsprechenden Studien anno 67 - 73 durchgeführt wurden und in der guten alten Zeit damals koreanische Männer noch nicht auf die Idee gekommen wären, sich Handtaschen über den Arm zu hängen. Ergebnis des weltweiten Vergleichs befragter IBM-Mitarbeiter ist Hofstede zufolge, dass Koreaner Hierarchien akzeptieren (PDI), Individualismus nicht sonderlich schätzen (IDV) sowie Unsicherheit vermeiden (UAI). Und - im Gegensatz zu den gehassrespektierten Japanern - kulturell eben keinen großen Unterschied zwischen der Rolle von Mann und Weib machen sollen, was dann mit dem Etikett "feminin" belegt wird.

Das widerspricht der Intuition: Wer sich hier umschaut (oder z. B. Gehaltsstatistiken auswertet) ist überrascht, denn es besteht doch eine recht klare Rollenaufteilung zwischen den Geschlechtern. Auch, wenn die (Haus-)Frau hierzulande wesentlich weiterreichende Kompetenzen bezüglich der Verwaltung der Finanzen hat. Die Koreaner sind gekränkt und seit den 70ern herrscht Unruhe in koreanischen Personallehrstühlen, die Validität der Daten wird angezweifelt.

Wen's interessiert: Sonya Scholes hat diese Werte für Korea in diesem Artikel ausführlicher und ein wenig moderner interpretiert.

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ETP-Japan-Teilnehmer im Netz


Ich habe gerade das Blog von Chiara entdeckt, die am ETP Japan 25 teilnimmt. Dort sind viele Bilder und einige italienische Kommentare zu finden. Oben sieht man sie beim Kirschblütenfest, welches ja auch hier in Korea zelebriert wird.

Jorge, der momentan ebenfalls in Tokyo ist, schreibt über seine Erlebnisse auf Spanisch. Sehr neidisch bin ich auf seine sehr schönen Photos.

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Dienstag, 10. Juli 2007

Männerhandtaschen


So sieht der stylische Koreaner aus. Jetzt im Sommer kann man sich Kopfbedeckung und Jacke wegdenken, die Handtasche für den Herrn ist allerdings ein must have item. Das ist für uns ja etwas ungewohnt. In Deutschland stellt man sich unter einer Männerhandtasche eher folgendes vor:

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Montag, 9. Juli 2007

"Made in Korea" wird "Made in China"


Wer Korea immer noch für ein Niedriglohnland hält, kann sich vom Gegenteil überzeugen. Der Elektronikhersteller Samsung Electro-Mechanics verlagert aus Kostengründen seine Produktion von ehedem 17 Millionen Kameramoduln für Handies von Busan (Südkorea) nach Tianjin (China). Somit geht die Koreanische Republik einen ähnlichen Weg wie vor vielen Jahren Deutschland: nach einer längeren industriellen Wachstumsphase werden qualifizierte Arbeitskräfte knapp, trotz (hierzulande vorsichtiger) Immigration steigen die Löhne und es sinkt der Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Ländern. Folglich wird Produktion ins kostengünstigere Ausland verlagert. In der Wirtschaft wird diese Wanderbewegung in Richtung sich entwickelnder Länder als Flying Geese Model bezeichnet.

Damit das Wachstum hierzulande nicht abbricht, werden natürlich händeringend neue Ideen für die nächste Welle höherwertiger Produkte gesucht. Damit tun sich koreanische Unternehmen allerdings noch etwas schwer, denn bisher sind sie gut damit gefahren, sich von erfolgreichen Produkten japanischer und westlicher Herkunft inspirieren zu lassen. Und dann stellt sich auch die Frage, wohin die Chinesen die Produktion verlagern werden, wenn dann die Löhne dort auch zu hoch werden. Mein Tip: Afrika. Zumindest mal in die Teile Afrikas, in denen auf den Rechtsstaat Verlass ist.

Quelle: Korea Herald

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Sonntag, 8. Juli 2007

Geschmackssache


Wem's schmeckt... Wir haben hier übrigens auch schon Schokolade mit Kimchi-Füllung entdeckt. :-p

Wie verschieden Geschmäcker sein können, sieht man auch daran, dass es den experimentierfreudigen Koreanern den Magen umdreht, wenn man ihnen erzählt, dass man in Deutschland süßen Milchreis isst.

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Donnerstag, 5. Juli 2007

Norebang

Das heißt übersetzt "Singraum" und ist das, was die Japaner als Karaoke auch hierzulande populär gemacht haben. Pflichtstation auf dem Nachhauseweg, wenn angetrunken. Hier sehen wir Guido und Igor, wie sie... nun, ihre ganz eigene Interpretation eines Klassikers wiedergeben. Einfach mal die Augen schließen und genießen. Und raten, welcher N°1-Hit sich dahinter verbirgt.



Das war übrigens am hellichten Nachmittag. Unangetrunken. Noch unangetrunken.

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Mittwoch, 4. Juli 2007

20-15-13-11

Nicht die Lottozahlen, für manche aber trotzdem lucky numbers: Für die nächste Runde ETP Korea haben sich 20 Personen beworben, von denen sind 15 letzte Woche nach Brüssel zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden. 13 sind erschienen, von denen wiederum wurden 11 auserkoren, ab Oktober am 6. Executive Training Programme in Korea teilzunehmen. Wenn derer alle den Vertrag mit der Europäischen Kommission unterschreiben, bleibt immerhin eine Quote von 55% (hoffentlich) Glücklichen übrig. Ich drücke alle Daumen, dass die Hoffnungen in Erfüllung gehen. Realismus bezüglich damit verbundener Erwartungen ist allerdings angesagt. Die laut Ankündigungen versprochenen sechs Monate Sprachtraining sind zum Beispiel nicht auf Vollzeitbasis zu verstehen.

Was die finanzielle Seite des Programms betrifft, so kann, wer mag, ja mal die (neuerdings erhöhten) 2.000 € Zuschuss/Monat mit den Einkommenseinbußen zuzüglich den Reise- und Unterbringungskosten für das gesamte Jahr (in Paris, London, Mailand und Seoul) gegenrechnen. Nicht sehr lukrativ - im Gegenteil. Für die meisten im Programm eine große persönliche Investition. Anders gesehen: Meiner Einschätzung nach haben wir in den vergangenen Monaten ungefähr soviel Koreanisch gelernt, wie man in drei regulären 10-Wochen-Kursen am KLI auch hätte lernen können. Wenn man nur auf das Koreanischlernen wert legt, ist man damit sicher besser bedient und schneller am Ziel. Was in unserem Programm zusätzlich geboten wird, sind kulturelle Hintergrundinformationen, MBA-Vorlesungen, Kontakte zur Europäischen Gemeinschaft hier in Korea und darüberhinaus und insbesondere wertvolle Verbindungen zu den Professoren, die hier großen Einfluß im Geschäftsleben haben. Ob und wie das mit Geld aufzuwiegen ist, bleibt natürlich dahingestellt. Wer also nicht akzeptiert wurde, sollte sich nicht grämen, sondern überlegen, ob die selbstgesetzten Ziele nicht auch auf anderem Wege zu erreichen sind. Ganz im Ernst.

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Die koreanische Flagge

Das ist die Nationalfahne von Korea, genannt Taegeukgi. Jedes Symbol auf der Flagge hat seine eigene, bestimmte Bedeutung. Der weisse Hintergrund steht fuer das Licht und die Friedfertigkeit der Koreaner, das Yin-und-Yang-Symbol für die gegensätzlichen, aber sich ergänzenden kosmischen Kräfte.

Die vier aus schwarzen Balken geformten Symbole in den Ecken der Flagge stehen für (von links oben im Uhrzeigersinn) Himmel, Wasser, Erde und Feuer und gehen auf das I Ging, das chinesische Buch der Wandlungen, zurück.

Quellen: Office of the President und Wikipedia.

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Montag, 2. Juli 2007

Regenzeit


Derzeit muss ich gelegentlich an meinen Englischunterricht denken, in dem wir die Kurzgeschichte "Rain" von Somerset Maugham lasen. Seit damals hat sich mir ein ganz besonderes Bild der Regenzeit in Asien eingeprägt. Sommer trotz Nässe, melancholische Stimmung, Blicke aus dem Fenster in den Dauerregen. Und ich wollte schon immer mal dies am eigenen Leib erleben. Nun - kann ich jetzt. Seit zwei Wochen haben wir Jangma (장마), die koreanische Variante des Monsun. So wechseln trockene Tage mit strömendem Regen bei Tagestemperaturen zwischen 25 und 30°C. Schwül also.

Melancholische Stimmung ist bisher jedoch nicht aufgekommen - wir haben das verregnete Wochenende genutzt, um uns einige (hier erstaunlich günstig zu erwerbende ;-) koreanische DVDs anzuschauen. Draußen ist das Mitführen eines Regenschirmes Pflicht.

Der nächste Monat soll uns Taifune bringen. Jedes Jahr sterben in Südkorea einige Menschen bei den durch die Natur angerichteten Verwüstungen. Schau'n mer mal, wie sich das hier in Seoul bemerkbar machen wird.

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Donnerstag, 28. Juni 2007

Jeju-do UNESCO-Weltkulturerbe


Vor ein paar Tagen waren wir noch dort, schon wurden große Teile von Jeju-do zum Weltkulturerbe deklariert. Die UNESCO hat allerdings vor allem die Vulkanlandschaften dort als schützenswürdig erkannt.
Quelle: Korea.net

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Mittwoch, 27. Juni 2007

It's a ... Samsung!

Samsung ist das größte Unternehmen hier in Korea und gehört zu dem elitären Club der Unternehmen, die innerhalb eines Jahres über 10 Milliarden USD Gewinn gemacht haben (2005). Das letzte Jahr war nicht ganz so erfolgreich, vor allem wegen weltweit fallender Margen im Unterhaltungselektronik- und Halbleiterbereich. Jahrelang hat Samsung eine Verfolgungsjagd mit Sony gefochten und das Vorbild schließlich auch überholt. Dies vor allem durch das rasche Nachahmen erfolgreicher Produkte anderer Hersteller (als sogenannter "fast follower") und Beherrschen effizienter Produktionstechnologien. Bei DRAM-Chips soll vor allem ein Vorsprung durch höhere Ausbeute ("Yield") pro Silikonwafer gegenüber der Konkurrenz herausgearbeitet worden sein. Nun, da die Konkurrenz abgehängt ist (was vor allem auf die Konzentration auf Digitaltechnologie unter dem Slogan "DigitAll" zurückzuführen sein soll), fehlt allerdings die Orientierung. Beratungsunternehmen hier berichten von hohem Interesse an Innovationsthemen in Consultingprojekten. Erfolgreicher "First mover" zu werden, ist halt nicht ganz so einfach.

Wir hatten neulich die Möglichkeit, Samsungs Zentrale in der Nähe von Seoul zu besuchen. Die Verschiedenartigkeit der Produkte, die Samsung herstellt, ist beeindruckend. Hier einige davon: Fernseher, Computer, MP3-Player, Digitalkameras, Speicherchips, Mobiltelefone, Waschmaschinen, Kühlschränke, Klimaanlagen und so weiter - die Liste ist schier endlos. Auch gehören Produkte wie elektrische Toiletten oder Militärroboter (s. Meldung von ABC) dazu. Interessanterweise verfolgt Samsung - anders als im Rest der Welt - hier in Korea eine Mehrmarken-Strategie und verkauft Handies unter dem Namen Anycall, Fernseher unter dem Namen PAVV, weiße Ware als ZIPEL und Hauzen und so weiter. Warum das so ist, konnte uns bisher allerdings trotz Nachfrage noch niemand erklären. Na, ein paar Geheimnisse soll man ja immer für sich behalten.

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Ein Platz an der Sonne

Sonnige Zeiten für Regenschirmhersteller in Korea. Trotz Temperaturen um die 30 Grad trägt dame einen Regenschirm. Natürlich, um die schöne weiße Gesichtsfarbe zu schützen. Klingt komisch, ist aber so. Hierzulande werden auch Kosmetika verkauft, welche die Haut heller werden lassen, indem die Melanin-Produktion gehemmt wird. Der koreanische Hersteller Laneige verkauft solche Produkte unter dem Namen 'Star White'. Auch der deutsche Hersteller Beiersdorf will da nicht nachstehen und bringt mit Nivea Hautaufheller für Männer in Asien. Grund für das Interesse der Konsumenten ist die hierzulande verbreitete Auffassung, dass dunkle Haut ein Zeichen für manuelle Arbeit im Freien ist. Das war bei uns früher ja auch so. In Korea arbeiten immer noch mehr Menschen in der Landwirtschaft (6,4%) als bei uns (2,8%).

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Sonntag, 24. Juni 2007

Namdaemun-Markt


Markt-Geräusche

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Donnerstag, 21. Juni 2007

DOs and DON'Ts in Korea

Nur allzu wahr - aus unserem Kulturkreis kommend, kann man in Korea eine Menge Fehler machen. Einige Tips in Form von DOs and DON'Ts hat Communicaid zusammengestellt. Prädikat: Zur ersten Orientierung geeignet.

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Besuch bei Samsung


Wir haben heute einen Besuch in der Samsung-Zentrale in Suwon nahe Seoul gemacht. Ein Gang durch den Showroom mit aktuellen Produkten, experimentellen Handies (z. B. das Matrix-Ding), zwei Meter breiten Fernsehern, Kühlschränken mit eingebautem Tablett-PC, verwirrten Staubsauger-Robotern und so weiter, dann eine Reise in die Unternehmensvergangenheit beim Weg durch das Hausmuseum. Hört sich vielleicht spektakulärer an, als es tatsächlich war.

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Auch das passiert


Jin-A kann nicht mehr krauchen. Ob das jetzt vom vielen Stehen in der Kochschule kommt oder eine Spätfolge davon ist, dass uns letzte Woche auf der Rückfahrt von Jeju-do jemand auf den Wagen aufgefahren ist, weiß man nicht. Fakt ist, es tut sauweh und sie kann nicht mehr lange stehen. Deshalb haben wir heute Abend eine Odyssee durch die Warteräume der Emergency Rooms zweier Krankenhäuser in Seoul gemacht. Das Yonsei Severance Hospital lag am nächsten und hat auch mit den besten Ruf hier in Seoul, daher sind wir zunächst mal dorthin. Diesem Ruf folgten aber auch eine ganze Menge anderer Leute, so dass wir stattdessen in das Seran General Hospital geschickt wurden. Drei Röntgenaufnahmen später (siehe oben) wurde unsere ursprüngliche Vermutung, dass es sich um einen eingeklemmten Nerv handeln dürfte, übernommen und mit einer Spritze in den Allerwertesten belohnt. In den nächsten drei Tagen heisst es: Pillen schlucken, viel liegen und dann mal weitersehen. Gute Besserung! Übrigens war die Behandlung ausgezeichnet in beiden Krankenhäusern, allerdings wären wir ohne Jin-As Sprachkenntnisse ziemlich aufgeschmissen gewesen, denn nach vier Uhr nachmittags wird kein Englisch mehr gesprochen.

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Samstag, 16. Juni 2007

Besuch der DMZ


Wir sind diesen Samstag gemeinsam an die Demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea gefahren. Das hat den ganzen Tag gedauert, da wir vier verschiedene Orte besichtigt haben: den Infilitrationstunnel, die Aussichtsplattform an der Grenze, die neugebaute Eisenbahnbrücke und schließlich die JSA (Joint Security Area). Letztere ist am bekanntesten aus Film und Fernsehen. Insgesamt wohl kein unbedingtes Muss für Touristen, aber bei mir als Deutschem werden da dort doch einige Erinnerungen wach. Ich würde gerne nach Nordkorea reisen, um mit eigenen Augen zu sehen, wie es dort aussieht. Über China kommend, wäre das sogar möglich.
Zu den Bildern von der DMZ

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Sonntag, 10. Juni 2007

Schönen ersten Schultag, Jin-A!


Jin-A hat morgen ihren ersten Schultag im Seoul Culinary Institute, in dem sie lernen wird, wie man leckere asiatische Leckereien zubereiten wird. Nicht, dass sie das nicht schon irgendwie könnte, aber DIE Art von Speisen beherrscht sie bisher noch nicht. Ein guter Grund also. Klingt mysteriös? Gut! Denn zuviel verraten will ich hier nicht, das kann sie bei Gelegenheit ja selber machen. Ich jedenfalls freue mich. Erstens für sie, zweitens und drittens für mich, denn vielleicht bringt sie ja manchmal etwas Arbeit mit nach Hause...

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Mittwoch, 6. Juni 2007

Jejudo ist nicht der Ballermann


Auch, wenn uns vieles hier an Mallorca erinnert: dort sind wir nicht. Aber auf der Insel Jeju, koreanisch 제주도 (Jejudo, die Insel Jeju). Diese ist das naheliegende Urlaubsparadies der Koreaner und insbesondere der golfspielenden solchen. Eine Woche Urlaub nach dem zweiten Semester nutzen wir fuer Besuche bei Bekannten und einen Ausflug in den Sueden Koreas. Sehr schoen hier, heiss vor allem. Ausfuehrlicher Bericht folgt - am ersten Tag haben wir ueber 300 Bilder gemacht... ;-)

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Donnerstag, 31. Mai 2007

Schnapsidee


Christian hat eine schöne Idee gehabt: Bier für den Fußballfan im Fußballfan. Wer sich auf dem Bolzplatz in der Kiste oder zuhause davor erfrischen lassen will, klickt einfach Bolzplatz-Bier.de und wird kurz drauf vom Lieferservice beglückt. Ganz schön helle!

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Dienstag, 29. Mai 2007

Führerschein

Darf ab heute mich hier dem koreanischen Verkehrswahnsinn anschließen. Da sowohl Jens als auch ich vergessen haben, uns in Deutschland einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen, hier allerdings doch mal mit dem Wagen die Gegend erkunden möchten, blieb uns nichts anderes übrig, als den koreanischen Führerschein zu beantragen. Bedingung hier: man muss in Korea beim Einwohnermeldeamt gemeldet sein...das sind wir! Man gehe also einfach zur Deutschen Botschaft, lasse sich den EU-Führerschein ins Koreanische übersetzen, gehe mit diesem Schrieb zur Führerscheinstelle, beantrage den koreanischen Führerschein, warte ca. 2 Stunden, unterziehe sich einem lächerlichen einminütigen Gesundheitscheck (in die Hände klatschen, Zunge rausstrecken und schon wurde ich für völlig fahrtüchtig befunden), warte wieder eine Ewigkeit, zahle auch zwischenzeitlich mal... und dann wird man aufgerufen, muss unterschreiben, den EU-Führerschein dort abgeben und erhalte im Gegenzug den koreanischen!!! Ich hab mich gefreut! Der Führerschein ist gültig bis 2016, hat mich vielleicht gerade mal ca. 40.000 Won (32 Euro) gekostet, den EU-Führerschein bekomme ich wieder, wenn ich das Land verlasse und wir freuen uns auf unsere Autotour nächste Woche durch Korea!!!
Das Führerschein-Antragsformular
Die Führerscheinstelle in Seoul
Mein koreanischer Führerschein

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Samstag, 26. Mai 2007

Hallo Deutschland!


Blick vom Jogno Tower aus dem 33. Stockwerk.
Draußen diesig, drinnen riesig!
Gruss nach Deutschland!

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Freitag, 25. Mai 2007

Octopussy II und yummy Muscheln



Zur Abwechslung mal wieder ein paar Bilder - oder eher Filmchen - zu unserem Lieblingsthema: Essen! Wir waren kürzlich mit deutschen Bekannten "Sannagji" essen und ich muss sagen, dass dieser Oktopus (s. o.) wesentlich besser geschmeckt hat als der von vor wenigen Wochen zuvor (siehe unten Octopussy). Er war halt frischer, um nicht zu sagen: lebendiger :-), kam ja auch direkt aus dem Aquarium...



Ganz besonders zu empfehlen sind frische, auf den Grill gelegte Muscheln, die dann aufploppen und mit einer scharfen Chilipaste verzehrt werden. ...yummy...
Schaut mal, wie frisch die sind!


Und hier sieht man, wie man die Muscheln grillt!

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A pocketful of... High-Tech

Kein Telefon hier zu haben, ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Zumindest mal für Koreaner. Mir war das bisher nicht so wichtig. Nachdem dann aber doch bei der einen oder anderen Gelegenheit ein Handy praktisch gewesen wäre, habe ich mir eins besorgt. Nunmehr befindet sich somit die neueste Generation (die drei-Komma-fünfte, wie man hier sagt) in meiner Tasche.

LG stellt in Korea als Cyon Handies her und exportiert diese auch in die USA und nach Europa. Das LG-SH110 hat zwei eingebaute Kameras (eine für Photos, die andere für Videokonferenzen), MP3-Player, U-Bahn-Karte von Seoul, ein Koreanisch-Englisches Wörterbuch mit 330.000 Wörtern (super!) und hilft mit eingebautem Sudoku beim Zeitvertreib. Neuestes Feature: wie bei Windows kann man mehrere Anwendungen parallel nutzen, also multitasken.

Wie man links sieht, schiebt man das Handy auseinander, um an die Tastatur zu kommen, das ist bei den meisten Geräten hier derzeit üblich. Bei uns zuhause soll dieses Wunderding auch funktionieren, da UMTS-kompatibel. Hier tut es jedenfalls brav seinen Dienst, dankenswerterweise auch mit englischer Menüführung.

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Werden Koreaner bald Gedanken lesen?


Am ETRI, einer staatlichen High-Tech-Forschungseinrichtung, schaut man den Menschen in den Kopf. Mit Hilfe von Hirnwellen-Sensoren und KI-Programmen, welche deren Signale analysieren, wird festgestellt, ob sich ein Proband entspannt, gestresst, traurig oder glücklich fühlt. Wie ZDNet Korea berichtet, wird diese Technik heute schon eingesetzt, um Musikliebhabern ein entspannteres Hörerlebnis zu bescheren und Querschnittsgelähmten zur Kontrolle über Computerspiele zu verhelfen. Zukünftig sollen auch Roboter damit ausgestattet werden. Erinnert das jemanden an I robot?

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Donnerstag, 24. Mai 2007

Wieder Zugverbindung zwischen Nord- und Süd-Korea


Zwischen den beiden koreanischen Staaten ist wieder eine Zugverbindung eingerichtet worden. Zunächst zu Testzwecken, die langfristige Perspektive ist jedoch, dass ein regelmäßiger Güter- und Personenverkehr stattfinden soll. Wirtschaftlich wird sich dies bezahlt machen: Kostet der Transport eines 20-Fuss-Containers (auch TEU genannt) derzeit etwa 1.000 USD und somit etwa genausoviel wie der Transport zwischen Korea und Europa, werden die Kosten per Schiene dann um ein Drittel reduziert. Wichtiger noch: die Transportzeit wird von 13 - 14 Tagen per See auf nur noch ein bis drei Tage reduziert werden. Zudem wird Korea so auch direkt mit der Transsibirischen und Transchinesischen Eisenbahn verbunden. Korea erhofft sich dadurch, zur Drehscheibe des Handels zwischen Japan, China, Russland und Europa zu werden.

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Sonntag, 20. Mai 2007

Rooftop B-B-Q

Wir waren am Samstag Abend mit ein paar ETP-Kommilitonen in Itaewon auf einem sehr netten Grillfest. Ein bunter Mix aus weltbummelnden Koreanern und in Korea (zwischen-)gelandeten Ausländern fand sich zusammen und tauschte Telefonnummern und Visitenkarten. Anschließende Freizeitaktivitäten nicht ausgeschlossen...
Zu den Bildern vom Rooftop B-B-Q in Itaewon

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Montag, 14. Mai 2007

Grüß Gott nach Hamburg, Moin Moin nach München

Hamburg hatte gerade seinen 818. Hafengeburtstag und Münchens Viktualienmarkt vor zwei Wochen seinen 200. Eine gute Gelegenheit, von Seoul aus "Winke-winke" zu unseren Lieben in Nord und Süd zu machen. 생일을 축하합니다!

Hamburger Hafen, jetzt.

Münchner Viktualienmarkt, jetzt.

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Donnerstag, 3. Mai 2007

You can find pretty girls here.

Propaganda kann so schön sein!

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Übersetzungscomputer gesucht

Wir sind gerade auf der Suche nach einem geeigneten Übersetzungscomputer im Handtaschenformat für uns. Minimalanforderung ist das Übersetzen von Worten zwischen Englisch und Koreanisch. Nach einem Besuch im Elektronikviertel sind wir ein wenig erschlagen von dem Angebot: zwischen 85.000 und weit über 400.000 Won sind mindestens 50 verschiedene Modelle zu haben. Natürlich erwirbt man selbst mit dem Einsteigermodell nicht nur die Basisfunktion, sondern auch immer gleich noch mindestens einen englischen Thesaurus, ein selbst erstellbares Wörterbuch, nützliche Redewendungen in fünf Sprachen und so weiter und so fort. Stifteingabe, Sprachausgabe, Farbdisplay, SD-Kartenslot für weitere Sprachen, MP3- und Videoplayer sind dann für einige tausend Won mehr zu haben. Hier einfach mal eine Liste von Herstellern, welche in Frage kommen. Möglicherweise haben ja noch mehr Menschen dieses Problem. Erfahrungsberichte und Kaufempfehlungen sind willkommen.

Nachtrag: Wir haben uns für den Nurian R7 light entschieden. Die handliche Größe, das für unsere Belange mehr als ausreichende Vokabular, gute Erfahrungen anderer Nutzer in der Sprachschule, eigener Test über einige Stunden hinweg und dann der sehr günstige Preis von 90.000 Won (nach Feilschen in Yongsan, ca. 72 EUR) gaben den Ausschlag. Nach einigen Wochen Nutzung immer noch keine Reue. Also: Kaufempfehlung.

Noch ein Nachtrag: das gute Ding ist uns vor kurzem aus Jin-As Tasche gestohlen worden. Da hier Kriminalität kein Thema ist (bzw. zu sein scheint), sind wir leichtsinnig geworden. Wird nachgekauft.

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Dienstag, 24. April 2007

ETP-Promotion 2

Gerade frisch reingekommen: der neue ETP-Korea-Newsletter April 2007 des FKCCI.

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ETP-Promotion

Die FKCCI hat einen Newsletter über das ETP-Programm veröffentlicht - die Bewerbungsfrist für Interessenten ist der 15. Mai 2007. Also los! Bei Interesse gebe ich gerne meine Erfahrungen mit der Bewerbung weiter.

Die französisch-koreanische Handelskammer hier in Seoul übernimmt die Koordination und Promotion des Programms und hat damit die Arbeit der deutsch-koreanischen Handelskammer abgelöst. (Die Kommission war mit der im letzten Jahr geleisteten Arbeit nicht zufrieden, wie mir erzählt wurde.)

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Samstag, 21. April 2007

Ever wondered?


Love it!

Mittwoch, 18. April 2007

Land unter, aber nur ein bisschen

Wer sich gefragt hat, warum ich seit einigen Tagen keinen Eintrag im Blog gemacht oder Mails beantwortet habe, der/die/das möge sich bitte keine Sorgen um unser Wohlergehen machen. Es ist heuer die letzte Woche des Semesters angebrochen und wir haben jeden Tag mindestens eine Abschlussklausur. Daher habe ich mich vor allem darauf konzentriert. Das Gros habe ich hinter mir, morgen und übermorgen kommen noch vier Examina für Koreanisch (zu Leseverständnis, Sprechvermögen, Orthographie und Grammatik, Hörverständnis), die sich am TOPIK orientieren. Bitte Daumen drücken!

Berichtenswertes haben wir trotzdem erlebt, z. B. waren wir letzten Samstag in den Bergen und heute mit der Schule traditionell koreanisch Trommeln. Dokumentation folgt in Bälde.

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Dienstag, 10. April 2007

Dalli-Klick Nr. 2



Was ist hier denn los? Wie damals bei Dalli-Dalli: Erst mal raten, was das sein könnte, dies dann ins Gästebuch eintragen und zum Schluss auf das Bild klicken, um die Lösung zu sehen.

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Freitag, 6. April 2007

Notiz genommen


Beim Stöbern in den englischsprachigen Seiten koreanischer Zeitungen bin ich gerade auf einen Artikel über unsere Gruppe gestoßen. Am 14. März hatten wir ein Willkommens-Diner in der Universität, zu dem auch Journalisten eingeladen waren. Diese haben sich nicht nur am Buffet gütlich getan, sondern auch über das Programm berichtet. Der Artikel des JoongAng Daily findet sich hier. Bezeichnenderweise wird auch auf die für's Geschäftemachen in Korea besonders wichtige Trinkfestigkeit eingegangen.

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Sick and sick of it.

Wahrscheinlich habe ich zu viel und zu laut beim Bowlen geschrien. Jedenfalls ist seit Jin-As Geburtstagsparty meine Stimme total im Arsch und ich kann nicht mehr reden. Da die Leckereien aus der Apotheke nicht anschlugen, sind wir in der Uni zum Arzt und der hat mich für zwei Tage ins Bett gesteckt: Grippe. Zwar hasse ich es, krank zu sein und dem nachgeben zu müssen, aber bei den Halsschmerzen hat es einfach keinen Sinn gemacht, zur Sprachschule zu gehen. Jetzt sind zwei Tage rum und mir geht es etwas besser. Hoffentlich bin ich morgen wieder richtig fit, denn ich muss die letzten beiden Tage aufholen und am Montag drei Tests schreiben - die Vokabel- und Grammatiktests von Donnerstag und Freitag zusätzlich zu dem vom Montag.

P.S.: Für den Spruch mit dem "Sinn machen" hätte mich Harry Rowohlt (wenn er mich denn kennte) als jemanden geschimpft, der sich anhört, als wäre er schlecht aus dem Englischen übersetzt worden. Sei's drum.

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Dienstag, 3. April 2007

Hoola-Hoop und Bowling

Jetzt kann uns sicher keiner nachsagen, wir hätten nicht alles gegeben, um eine echte Wellbeing-Party zu veranstalten. Mit Hoola-Hoop und Bowling machen wir dem Trend hier sicher alle Ehre. Bilddokumente unserer Feierlichkeit anbei.
Jin-As Geburtstag

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Sonntag, 1. April 2007

Herzlichen Glückwunsch, Jin-A!

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S Bar, Seoul-Apgujeong


Um mal mit dem Gerücht aufzuräumen, wir würden hier in Seoul nichts anderes machen als essen: wir gehen gelegentlich auch mal was trinken. Gestern zum Beispiel in der S Bar in Apgujeong, dem wohl elegantesten Stadtteil Seouls. Wer auf das Bild klickt, wird feststellen, dass wir mit Polen unterwegs waren (die sich in diesen Dingen ja recht gut auskennen). Ein netter Abend.

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Samstag, 31. März 2007

Dalli-Klick Nr. 1

Das Ding hier links haben wir neulich beim Einkaufen auf dem Namdaemun-Markt gesehen. Mal sehen, wer darauf kommt, was das ist. Ich finde, das ist typisch koreanisch und kann so nur hier (und in ähnlichen Ländern) erfunden worden sein. Wir spielen jetzt mal Dalli-Klick: Erst raten, was das sein könnte, dies dann ins Gästebuch eintragen und zum Schluss auf das Bild klicken, um die Lösung zu sehen. Viel Spaß!

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Freitag, 30. März 2007

Unser Viertel: Sinchon (신촌)


Wir leben übrigens in Sinchon (신촌, gesprochen "Schintschon"), einem recht lebendigen Viertel von Seoul, das geprägt ist von den zahlreichen Universitäten hier. Da das so hübsch in dem oben angegebenen Link beschrieben ist, will ich dem auch gar nicht mehr viel hinzufügen. Einen recht netten Plan vom Viertel (mit kurzem Film) habe ich auch gefunden. Mittig oben neben der Sinchon Station wohnen wir.

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Der Zeit voraus: Aprilwetter



Auch hier in Korea macht der April, der April was er will. Gestern und vorgestern sind wir von einem ergiebigen (wie der Wettermann sagen würde) Regenguß erwischt worden. Und heute strahlt hier die Sonne. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster hilft auch nicht sonderlich, da sich das Wetter von einer Stunde auf die andere ändern kann. Aber solange man für wenig Geld Regenschirme an jeder Ecke auf der Straße und sogar von fliegenden Händlern in U-Bahn-Waggons kaufen kann, ist das kein großes Problem. Na, vielleicht doch für die Ledersohlen meiner Schuhe - hier neue in Größe 45 zu finden, soll gar nicht mal so einfach sein. Schau'n mer mal...

In den letzten Tagen bin ich übrigens nicht zum Schreiben gekommen, da sich mein Computer einen Virus eingefangen hatte und die Schadensbegrenzung dort Priorität hatte. Nichts ganz Schlimmes passiert, zumindest sind wohl keine Daten verloren. Aber ich werde zukünftig regelmäßiger Backups machen. (Wie das immer so ist mit guten Vorsätzen.)

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Montag, 26. März 2007

Lassie in the slaughterhouse


Samstag stand (Überraschung!) mal wieder vollkommen im Zeichen der Völlerei. Als Vorwand trafen wir uns mit Jin-As Mutter, Tante und Cousin, um Licht ins Dunkel um den koreanischen Mobilfunkmarkt zu bringen. Ausländer haben es hier nicht sehr leicht, ein Vertragshandy zu bekommen, Prepaid-Verträge sind nicht jedermann bekannt. Letzteren wollen wir allerdings nicht, da wenn man mehr als zwei Minuten pro Tag telefoniert, die Prepaid-Lösung sehr teuer wird. Nach drei Stunden intensiven Internet-Surfens mit Ho-Yoon sind wir jetzt jedoch etwas schlauer und werden in den nächsten Tagen versuchen, jemanden zu finden, der weiß, dass man auch Ausländern einen Mobilfunkvertrag geben kann.

Mittags gingen wir in ein sogenanntes Gesundheitssuppenhaus. In einem solchen kann man dass essen, was Koreanern die Kräfte zurückgibt, die hier insbesondere an heißen Sommertagen schwinden. Nämlich Hund. Zwei Gerichte stehen auf der Speisekarte: Hundesuppe (보신탕, boshintang = Gesundheitssuppe) und gedämpfter Hund. Unsere Wahl fiel auf zweiteres Gericht, da man mit diesem die Suppe gleich mit serviert bekommt. Das wichtigste vorweg: Hund schmeckt und zwar gar nicht schlecht. Ein bisschen wie Schweinefleisch, obgleich dunkler in der Farbe und mit festerem Fettrand versehen. Das Tier wird geschmort und teilweise zerlegt an den Tisch gebracht, dann mund- und stäbchengerecht aufgeschnitten und in einen Topf mit Fonds und Gemüse gelegt. Man nimmt sich ein Stück, legt etwas gedünsteten Schnittlauch darauf und versieht das Ganze mit etwas scharfer Chilipaste. Wer mag, kann noch frischen Knoblauch mit in den Mund stecken.

Was den ethischen Aspekt dieses Essens betrifft, so bin ich (zugegebenermaßen nach anfänglichem Zögern) der Meinung, das es vollkommen in Ordnung ist, diese extra für diesen Zweck gezüchteten Tiere zu essen. Ansonsten müßte ich ja auch auf jede andere Art von Fleisch verzichten. Es ist halt ungewohnt für uns, Hunde als Nutztiere zu sehen. Vor einigen Jahren wäre in Deutschland auch noch niemand auf die Idee gekommen, sich einen putzig aussehenden Vogel Strauß einzuverleiben. Heute scheint das ganz normal. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. In Korea mag auch nicht jeder Hundefleisch essen, jüngere Leute zwischen 20 und 30 essen dieses Gericht nicht so häufig. Ein Drittel aller Hundebesitzer hier jedoch hat Hund nicht nur auf dem Schoß gern.

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Freitag, 23. März 2007

Octopussy


Eines der ersten Dinge, die ich über Korea gehört hatte war, dass man dort (quasi) lebendigen Oktopus isst. Das wollte ich natürlich auch mal ausprobieren und Jin-As Tante war ganz begeistert davon, dass ich diese koranische Spezialität versuchen wollte. So bekamen wir heute Abend Überraschungsbesuch vom Fischmarkt und wurden mit frischestem Getier versorgt. Rohe Muscheln, blanchierter Oktopus und ebenjener roher stand auf dem Speisezettel. Statt eines Rezeptes hier ein Dokumentarfilm...



Es hat wirklich nicht schlecht geschmeckt. Ist aber ein bisschen so wie mit Froschschenkeln: die Sauce macht's.

Morgen gibt's übrigens Hund.

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Montag, 19. März 2007

Mein erster Schultag


Heute war mein erster Schultag an der Yonsei. Die anderen Kinder waren alle sehr nett zu mir, schade war nur, dass ich von Jin-A keine Schultüte bekommen habe. Da hier die Lehrmethode in der Sprachschule ganz anders ist als in London an der SOAS, haben wir im Schulbuch auf der ersten Seite angefangen und mit den Grundlagen begonnen. Diesmal aber in der formalen Anredeform, die in Geschäftssituationen angemessen ist. Diese haben wir in England zwar kurz gestreift, aber nie richtig geübt. Bin mal gespannt, wie das mit dem Koreanisch lernen weitergeht. Wir sind am Anfang des ersten Trimesters von fünf Wochen Dauer, nach dem zehn Tage Urlaub kommen.

Heute nachmittag haben wir Vorlesungen zum koreanischen Rechnungswesen. Da die anderen aus der Gruppe z. B. Physik oder Kartographie studiert haben, haben manche ziemlichen Respekt vor den damit verbundenen Prüfungen und Hausarbeiten. Nächsten Montag ist schon die erste schriftliche Examinierung. Diesbezüglich mache ich mir (bisher zumindest mal) gar keine Sorgen. Zu irgendwas muss das BWL-Studium ja gut gewesen sein.

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Sonntag, 18. März 2007

Rohe Leber und Kälberdarm

Ho Yoon ist Jin-As Cousin und ein sehr netter Kerl. Davon haben wir uns in der Zeit, in der wir bei seiner Mutter zuhause wohnen durften, schon überzeugen können. Gestern haben wir uns mit ihm und einigen seiner Freunde verabredet und er hat uns versprochen, uns eine ganz besondere Spezialität probieren zu lassen. So trafen wir uns im Viertel bei der Hongik University und betraten ein Restaurant, welches wohl vor 20 Jahren ganz genauso ausgesehen hat wie heute. Abgewetzter Boden. Podeste, vor denen man die Schuhe auszieht und auf denen die niedrigen Tische stehen, vor denen man im Schneidersitz Platz nimmt. Ein oft genutzter Gasbrenner auf jedem Tisch und auf den sofort ungefragt eine heiße Suppe gestellt wird und die bald zu kochen beginnt. Wir bestellen Bier und die Spezialitäten des Hauses. Es kommt rohe Leber, etwas, das grau ist, mit kleinen Zotten versehen und in Streifen geschnitten ist. Natürlich verschiedene Banchan (반찬), die kleinen Beilagen zu jedem Essen. Die Koreaner bedienen sich mit den Löffeln aus dem Suppentopf und nehmen schon mal ein rohes Stück Leber als Appetizer. Das probiere ich auch und muss sagen, dass es gar nicht mal so schlecht schmeckt. Von der Konsistenz her mir jedenfalls sympathischer als das hier heißgeliebte Ddeogbbogi (떡볶이) aus Reis, was mich eher an Maden als an sonstwas erinnert. Nachdem wir die Suppe gegessen haben, wird eine heiße Steinpfanne auf die Gasflamme gestellt. In der brutzeln Kalbsdarmstücke. Knusprig gebraten, taucht man ein solches kurz in eine Sojasauce mit frischem Schnittlauch und steckt es sich in den Mund. Wirklich lecker. Man darf sich halt nur nicht zu lebhaft vorstellen, was man da gerade isst. Wobei unsereins ja auch problemlos Wurst im Naturdarm runterbringt. Im Zweifelsfall: Soju (소주) hilft wie immer beim Schlucken... Das graue Zottige und die Leber lassen sich natürlich auch in der Pfanne braten. Das schmeckt besser, zugegebenermaßen.

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Mittwoch, 14. März 2007

Eingezogen!


Wir sind vorgestern in unsere neue Wohnung eingezogen. Sie befindet sich ungefähr zehn Fußminuten von meiner Uni entfernt und nennt sich nach koreanischen Begriffen "Officetel". Was ungefähr so viel bedeutet wie "39 m² 1KZB". Sehr zentral gelegen, hell und freundlich. Da sehr zentral gelegen, auch nicht unbedingt ruhig. Ist aber OK für uns. Da unmöbliert, mussten wir alle Einrichtungsgegenstände kaufen oder leihen (Danke, Tante Lee!). Jedenfalls eine gute Ausrede, um endlich einen schönen neuen Reiskocher zu erwerben. (Danke, Firma Cuckoo!). Eine erste Einweihung mit anschließendem Umtrunk mit den Kommilitonen haben wir auch schon absolviert. Bilder findet Ihr hier.

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Samstag, 10. März 2007

Klasse!

Von Birgit schon vor Wochen vorgewarnt, erleben wir es jetzt hier selbst live und in Farbe: Deutsch ist in Korea total angesagt. Zum Beispiel hier mal ein Kimchi-Kühlschrank der Marke Klasse. (Die schiere Existenz eines solchen Geräts ist eigentlich einen eigenen Artikel wert...)
Gegenüber unserer neuen Wohnung lädt eine Bar namens Autobahn zum Rausch ein, der wahrscheinlich nicht durch Geschwindigkeit erreicht werden soll und an jeder zweiten anderen Kneipe leuchtet sowieso das Wort Hof (gesprochen: Hoppe) und deutet Bierdurstigen den Weg.

Oder warum nicht einfach hier rein gehen?

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소금구이 - Sogeumgui



Wir haben heute Abend Sogeumgui gegessen - Schweinebauch, der mit Salz (Sogeum) und Pfeffer gewürzt wird und so zubereitet wird, wie es die Koreaner am meisten lieben: frisch am Tisch gegrillt (-gui). Jin-As Cousin Ho-Yoon demonstriert hier netterweise wie's gemacht wird. Erst im Stück auf den Grill legen und dann kurz vor Fertigstellung mit der Schere zerkleinern und zuende braten. Das Fleisch wird dann typischerweise in ein Salatblatt gelegt, mit scharfer Bohnenpaste und einem Stück frischem Knoblauchs garniert, eingewickelt und ganz in den Mund gesteckt. Als ein besonderer Liebesbeweis in Korea gilt es übrigens, einen solchen Happen in den Mund des Partners zu stecken. Mmmmmhhhhh...

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Donnerstag, 8. März 2007

Mast

Das war heute Abend also meine dritte warme Mahlzeit in Seoul. Nach labbrigem Weißbrot gestern zum Frühstück konnte ich mich recht schnell mit dem Vorschlag anfreunden, morgens stattdessen Reis (ein Synonym für "Essen" im Koreanischen) zu mir zu nehmen. So fing der Tag mit herzhaftem Kimchi-Jjigae (김치 찌개) und gekochten Krebsen an. Da ich gelernt habe, dass man seine Reisschüssel leeressen soll, da die Köchin sonst meint, es hätte nicht geschmeckt, habe ich tüchtig reingehauen und bin pappsatt aufgestanden. Zu meiner Verwunderung war kaum eine halbe Stunde später schon wieder eine Tafel Schokolade im Umlauf und dann noch eine große Schale Erdbeeren. Also Dinge, die ich wirklich gerne esse. Unmöglich, hier zuzugreifen. Ich spürte schon einen leichten Widerwillen.

Das wenig später eingenommene Mittagessen bestand aus leckeren Nudeln mit Pilzen, Gemüse und schwarzer Bohnenpaste. Dazu eine deftige Suppe mit Fisch und natürlich Kimchi sowie andere Beilagen, die Banchan (반찬) genannt werden und ohne die eine Mahlzeit hier einfach nicht vorstellbar ist. Hier bedient sich jeder mit Stäbchen und Löffel aus den auf dem Tisch stehenden gemeinsamen Schüsseln, eigene Portionen gibt es nur bei Suppen und dem Reis. (Schade eigentlich, denn sonst könnte ich mich einfacher vor dem brav Aufessen drücken.) Beruhigend, dass danach nicht nur ich ein ausgeprägtes Völlegefühl hatte.

Nach ewiger Telefoniererei mit Maklern, die Jin-As Tante für uns übernommen hat, stellte sich der Tip der Assistentin der Yonsei-Universität als hilfreich heraus. Wir konnten einen Besichtigungstermin vereinbaren. Nach drei Stunden Besichtigen, Überlegen, Verhandeln, Besprechen, Rechnen, Nachverhandeln, Vertrag halb unterschreiben, nochmaligem Verhandeln waren wir zwei dann erschöpfte Mieter einer sehr schönen, sehr kleinen, sehr teuren Wohnung, welche sehr nah der Uni und zudem zentral und ruhig liegt. Was zu feiern war. Natürlich mit ... einem Essen.

Leider hatte das ausgesuchte Fischrestaurant den frischen Oktopus, welchen wir bei lebendigem Leibe verzehren wollten (siehe unten) nicht im Angebot und so mussten wir uns mit einem spartanischen Mahl begnügen, in dessen Verlauf etwa 25 verschiedene Gerichte aufgetragen wurden. Der Oktopus kann warten.

Essen ist hier gar nicht mal so teuer, wie man vielleicht vermuten könnte. So haben wir gestern Abend für acht Euro pro Kopf ausgiebig gegessen und getrunken. Nicht ganz so feudal, aber trotzdem sehr lecker.

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Nicht über unsere Handies zu erreichen

Da hier in Korea ein anderer Mobilkommunikationsstandard (nämlich CDMA und nicht GSM wie bei uns) verwendet wird, funktionieren unsere Handies hier nicht. Unsere Mailboxen sind ent-sprechend be-sprochen. Wer trotzdem eine Nachricht hinterlässt, muss wohl oder übel bis Dezember auf eine Antwort von uns warten. Demnächst werden wir uns hier Handies besorgen, bis dahin sind wir wie gewohnt per E-Mail, Skype bzw. MSN zu erreichen.

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Iss mich!


Dieser Krebs wartet im Aquarium vor einem Restaurant in Seoul auf seinen Verspeiser. Koreaner lieben Meeresfrüchte und vor vielen Restaurants finden sich Tanks mit frischem Getier. Zum Beispiel auch jenen hier, das ich jetzt einfach mal vorsichtig "Meerwürste" nenne. Ich bin zwar ziemlich experimentierfreudig in Essensdingen, aber hier stoße auch ich an meine Grenzen...

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Dienstag, 6. März 2007

In Seoul gelandet


Jetzt sind wir endlich in Seoul. Vorgestern haben wir bis spät in die Nacht gepackt. Dann die Koffer gewogen und wieder ausgepackt und neu gepackt und gewogen. Irgendwie haben wir es dann geschafft, nur noch wenig über den uns erlaubten 38kg pro Person zu liegen. Die Salamis und anderen illegalen Lebensmittel wurden in der Hoffnung, dass wir an der Grenze nicht kontrolliert werden, zwischen den Socken versteckt. Gestern früh dann die letzten Aufräumarbeiten in der Wohnung, um sie für einen eventuellen Nachmieter bereit zu machen. Mit insgesamt ca. 100 Kilo Gepäck haben wir uns dann mit dem Zug nach Frankfurt aufgemacht, um dort Jin-As Mutter zu treffen, die mit uns den ersten Monat in Seoul verbringen wird.

Da wir SUPERfrüh am Checkin waren, konnten wir dann die Plätze erheischen, die wir vorher bei Seatguru als die besten ausgespäht hatten. Meine langen Beine sollten also nicht in einer engen Sitzreihe eingezwängt werden. Der Flieger der Asiana war erstaunlich leer, so dass fast jeder Fluggast eine eigene Reihe zum Ausstrecken und Schlafen hatte. Komfortabel ist das natürlich trotzdem nicht, so dass wir kaum geschlafen haben. Wenigstens gab es etwas leckeres zu essen: 비빔밥 (Bibimbap, wörtlich: Mischreis).

Fast das gleiche Essen gab es auch zum Frühstück - daran werde ich mich wohl noch gewöhnen müssen. Über China und der Wüste Gobi war beeindruckende Landschaft im Winter zu sehen. Bei nächster Gelegenheit stelle ich einige Aufnahmen ein. In Seoul pünktlich gelandet, war es in dem riesigen Flughafen Incheon zunächst nicht ganz einfach, Jin-As Tante 기자 (Ki-Ja) zu finden, die uns abgeholt hat. Dann aber ging's nach Haus und wir haben erst einmal - wer hätte das gedacht - ausgiebig gegessen. :-)

Über die Sonderheiten eines koreanischen Haushaltes aus europäischer Perspektive werde ich bald berichten. Morgen geht es erst mal zum Immigration Office und dann auf Wohnungssuche.

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Dienstag, 27. Februar 2007

London calling

Hier sind noch ein paar Bilder aus London, vor allem vom Camden Market.
Mehr Bilder aus London hier...

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Sonntag, 25. Februar 2007

All's well that ends well

Meine Kommilitonen und Lehrer
Na endlich: der erste Teil des Prgramms ist absolviert. Nach dem TOPIK-Abschlusstest am Freitag haben wir uns nach zwei Wochen Schuften schön einen hinter die Binde gegossen. Ich habe den Test nach Erlkönig-Manier bestanden, so dass ich mir (noch) keine Sorgen für die kommenden Tests in Korea machen muss. Nach zwei nicht bestandenen Tests kann man nämlich ausgeschlossen werden.

Jin-A ist zum Feiern und Kräfte für den Endspurt sammeln nach London gekommen und wir haben uns Samstag und Sonntag noch herumgetrieben. Es wird niemanden wundern, dass wir uns vor allem für die Unterschiede in den Ernährungsgewohnheiten der Briten interessiert haben. Viel Fast- und Convenience-Food wird hier konsumiert, wahrscheinlich daher, weil der Londoner fleißig sein muss und sowieso nicht kochen kann. Ein erstaunliches Produkt dieser Esskultur sind Tyrrell's, die mit 2,50 englischen Pfund (etwa 3,70 €) für 150 g zu den wohl teuersten Delikatessen des TV-Dinner-Marktes gehören. Dafür bekommt man dann aber auch organisch angepflanzte Pastinaken-, Mohrrüben- und Rote-Beete-Chips mit einem Hauch von Meersalz eingetütet. Aber auch die indischen Komplettmenüs für die Mikrowelle haben unsere Gaumen neugierig gemacht...
Tyrrell's im Selbstversuch
Was jetzt kommt: Wohnung vermieten (kennt da Jemand jemanden?), Nachsendeantrag stellen, Packen, Abschied nehmen. Noch eine Menge zu tun!

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Donnerstag, 22. Februar 2007

Einfach für und gegen alles: Ginseng

Das ist ein Teufelszeug: Ginseng. Von den nationalstolzen Koreanern nur als "Korean Ginseng" (인삼 - insam) als echt erachtet und in vielerlei Formen genossen. Instantpulver in heißem oder kaltem Wasser aufgelöst ergibt einen erdig, leicht bitter und etwas nach Mohrrüben schmeckenden Tee, Kapseln stärken Geist und Abwehrkräfte, die in Soju (소주) - einem Reisschnaps - schwimmende Wurzel soll 100 Jahre alt werden lassen. Die Wirkung als konzentrationsstärkendes und Stress-abbauendes sowie regenerationsförderndes Präparat ist allerdings nicht eindeutig nachgewiesen. Die Pflanze wird als "Adaptogen" bezeichnet, was ausdrücken soll, dass sie den Körper gegen innere und äußere Störungen anpassungsfähiger machen soll.

Mein Selbstversuch "Ginsengtee statt Kaffee" hier hat ergeben, dass ich nach dem Überstehen des Koffein-Entzugs zwar durchaus etwas weniger hibbelig geworden bin, es aber bis zu einer konstant hohen Konzentrationsfähigkeit aber noch ein weiter Weg ist. Man soll die Flinte aber nicht zu früh ins Korn werfen - eine Drei-Monats-Kur wird empfohlen. Und wer weiß, was sich aus dem Genuss von Ingwertee ergibt. Den gibt's hier auch und der schmeckt viel besser...

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Mittwoch, 21. Februar 2007

Zum Mäusemelken

Um mal einen kleinen Eindruck zu geben, warum ich mir die Haare raufe: Bitte mal eben den Unterschied zwischen "멋있어요" und "맛있어요" herausfinden. Hilfestellung: Das erste Wort klingt wie "moschissojo" und das zweite wie "maschissojo". Manchmal nicht ganz einfach, sich zu merken, was dahintersteckt...

(Auflösung: "das ist schick" und "das schmeckt".)

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Sonntag, 18. Februar 2007

Für Geist und Körper


Wir haben eine harte Woche hinter uns. Wieder viele Vokabeln zu lernen gehabt und einige neue Grammatikformen gelernt. Z. B. die in Korea gebräuchliche höflich-informelle, höflich-formale und die ehrenfafte Höflichkeitsform in verschiedenen Zeiten. Den gestrigen Zwischentest habe ich nach kurzen Nächten aber mit knapp 60% bestanden. Meine Hauptschwierigkeit war das Lernen des neuen Vokabulars und ich bin schier verzweifelt. Nachdem ich jetzt angefangen habe, mit einem Vokabellernprogramm zu arbeiten, geht das allerdings besser und ich bin zuversichtlich, dass ich mich jetzt leichter tuen werde. Zur Erholung mache ich heute mal gar nix. Na, fast: Peter und Kryzstof sind auf den Tennisplatz vor dem Hotel gegangen und ich habe neben ein paar Fotos auch ein verschwitztes Hemd bekommen. Lustig.

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Mittwoch, 14. Februar 2007

The games must go on


Da wird es Salzburg allerdings schwer haben: Im Jahr 2014 will die südkoreanische Regierung die olypischen Winterspiele in Pyeongchang austragen. Diese Stadt liegt ca. 160 km östlich von Seoul. Als dritter Bewerber ist ein russischer Ort namens Sochi im Rennen. Bis Juli bleibt es spannend - dann wird das IOC die Entscheidung fällen. (Quelle: Korea.net)

Dienstag, 13. Februar 2007

Reden ist Gold


Es ist mir ganz schön auf die Nerven gegangen, nicht so wie immer mit Jin-A telefonieren zu können. Im Hotel hat die Sache mit der Durchwahl nicht funktioniert oder die Rezeption war nicht mehr besetzt und über's Handy wird man bitterarm. Zumindest konnte man sich im George Hotel ins WLAN einwählen und chatten. Was wir dann auch die letzten beiden Tage gemacht haben. Zumindest mal was. Jetzt wird aber alles gut: Ich habe mir ein Handset gekauft und ab sofort kommt richtiges Old-School-Telefonvergnügen auf. Mit Mutti hat's zumindest schon mal funktioniert. Und über voipcheap.com kostet das auch nur pauschal 10 € für drei Monate. Für "ETP phone home" ist also vorgesorgt.

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Vorabschied


Ging leider wieder alles viel zu schnell. Aber wir kommen ja wieder!

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Montag, 12. Februar 2007

Für das Heimwerker-Herz

Das Ding kommt zwar wahrscheinlich nicht aus Korea, ist aber trotzdem echt saucool!

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Dienstag, 30. Januar 2007

Verbrechen lohnt sich doch!

Haben Sie Schwierigkeiten, sich morgens zu motivieren? Ist das Klingeln des Weckers für Sie das Fanal des Bösen? Vielleicht sollten Sie dann einmal über eine neue Karriere nachdenken. Das Institut für Strafjustiz in Seoul hätte da einen Vorschlag, wie auch Sie eine höhere Berufszufriedenheit erreichen könnten... [mehr] (Quelle: tagesschau.de)

Mittwoch, 24. Januar 2007

Wandel der Zeiten

Der Reiskonsum der Koreaner geht zurück.

Das "National Statistic Office" gab am 18.01. bekannt, dass der jährliche durchschnittliche Reiskonsum der Koreaner abnimmt. Im Jahr 2006 lag der Reiskonsum pro Person bei 78,8 kg, was einen Rückgang von 2,4% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Seit 2001 (5,0%) ist dies der prozentual größte Rückgang. Noch vor 10 Jahren (1996) betrug der durchschnittliche Reiskonsum 104,9 kg.

Wir haben in Mailand eine Fallstudie zur Einführung einer amerikanischen Fast-Food-Marke in Korea gemacht. Erkenntnis dabei war, dass auch in Korea Fast Food sehr populär und McDonald's mit Abstand Marktführer ist. Dies dürfte also zu einem nicht unwesentlichen Teil Grund für den Rückgang sein. Zwar wird in koreanischen McDonald's ein Kimchi-Burger und Bulgogi-Burger verkauft, um sich an den lokalen Gaumen anzupassen, Reis wird jedoch nicht angeboten - schlechte Zeiten für Reisbauern.

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Sonntag, 24. Dezember 2006

Seasonal Greetings

Unseren Lieben von Herzen das Beste für die Feiertage!

Samstag, 23. Dezember 2006

Fröhliche Weihnacht!


Ein Film von Ladislaw Starewitch.

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Montag, 4. Dezember 2006

Accident de voyageur


Erster Tag in Paris. Zweite Runde des Kulturtrainings an der Sciences Po. Ich habe verschlafen und hetze zur Metro. Zwei Vollbremsungen der Linie 4 bis Raspail. Warum auch immer, keine Erklärung. Dann Umsteigen in die Linie 6 nach St.-Germain-des-Près. Einfahrt in den Bahnhof Vavin. Vollbremsung. Jetzt gehen alle Lichter im Zug aus, die Türen bleiben geschlossen. Eine hastige Durchsage "...patientez s. v. p." - ein Mann rennt den Bahnsteig herunter, schlägt eine Glasscheibe ein, zieht den Notfallgriff und brüllt in sein Funkgerät. Anscheinend der Zugfahrer. Wir sitzen im Abteil, beobachten aus unserer Gefangenschaft die am Gleis stehenden Fahrgäste, die alle in Richtung Zugspitze schauen. Eine weitere Durchsage "...tentative de suicide...". Warten. Dann endlich die letzte Durchsage: "...la personne n'a pas été blessé.". Lichter gehen wieder an, der Zug wird ein Stück weitergefahren, Türen lassen sich wieder öffnen, es wird ein- und ausgestiegen. Beim Verlassen des Bahnhofs sehe ich eine ältere Dame, die verzweifelt aussieht und redet, während ihr ein Mann Luft zufächelt und ein anderer zuredet. Vor mir wird gesagt, die hätte auf den Schienen gelegen und als sie nicht überfahren wurde, sich nicht mehr bewegt.

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Freitag, 1. Dezember 2006

Gut zu Vögeln?


Als wäre der verdammte Atomwaffentest im Norden nicht schon genug, worum man sich Sorgen machen könnte, muss jetzt auch noch die Vogelgrippe erneut in Südkorea ausbrechen. Nachdem bis März 2004 über fünf Millionen Tiere geschlachtet wurden, lassen die Behörden ab sofort weitere 500.000 Hühner und Enten schlachten, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nur gut, dass bisher noch nichts von einer für den Menschen gefährlichen Hundegrippe bekannt geworden ist, denn sonst könnte man da unten ja gar nichts mehr essen.

Allerdings verspricht wieder einmal Koreas Wunderwaffe Kimchi Hilfe. Wie Wissenschaftler von der Seoul National University herausgefunden haben, überlebten 11 von 13 mit dem Grippevirus infizierten Hühnern, nachdem man ihnen Kimchi-Extrakt verabreicht hatte. Ich sehe hervorragende Exportchancen für die koreanische Wirtschaft: Wann endlich wird es hier Kimchi-Brausetabletten zur Prävention zu kaufen geben?

Dienstag, 28. November 2006

Muss isch han


Das brauche ich für meinen Computer, wenn wir nach Korea gehen. Praktisch. Kann man hier kaufen.

Vorfreude


Worauf ich mich freue in Korea: das Essen. Unter anderem natürlich. Hier ein paar Seiten, durch die ich mich gelegentlich einstimmen lasse:

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Freitag, 17. November 2006

Neu: Koreanisch lernen & üben

Wer sich schon mal nach deutschsprachigen Koreanisch-Lehrbüchern umgeschaut hat, wird festgestellt haben, dass bisher an "Koreanisch für Anfänger" von Young-Ja Beckers-Kim kein Weg vorbei ging. Dies ist jetzt anders. Der Pons-Verlag hat ein nagelneues Buch zum Koreanisch-Lernen herausgebracht und mir netterweise ein Rezensionsexemplar zukommen lassen. Hye-Sook Park hat den Titel "PONS lernen & üben Koreanisch. Der direkte Weg zur Sprache" verfasst. Sobald ich mich näher damit habe beschäftigen können, werde ich hier eine ausführliche Besprechung liefern. Bis dahin kann ich nur von einem sehr positiven ersten Eindruck berichten, das Buch ist klar gegliedert, vermeidet (weitgehend) Grammatik-Jargon und scheint mir auch durchaus für das Selbststudium geeignet. Dem Buch beigefügt ist eine Audio-CD. Zum Preis von 29,95 € kann man es beispielsweise bei Amazon bestellen.

Donnerstag, 16. November 2006

Fernunterricht


Nachdem ich mich langsam von den Strapazen der Intensivschulung in London erholt habe, durfte ich gleich wieder die Bücher aufschlagen und für meine One-on-one-tutorials lernen. Einmal pro Woche wird mich Sinae jetzt bis zum nächsten Sprachkurs im Februar anrufen und mit mir das Gelernte wiederholen und neuen Stoff erarbeiten. Sinae ist eine Koreanerin, die seit zehn Jahren in London lebt und uns an der SOAS unterrichtet hat. Irgendwie komisch, ich fühle mich in die Schulzeit zurückversetzt. Ich musste Koreanisch-Lektionen aus dem Internet vorlesen und habe natürlich wie ein Erstklässler gestottert. Danach haben wir Grammatik-Übungen gemacht und ich wurde freundlich, aber bestimmt korrigiert. Schließlich gab's Hausaufgaben, die ich bis Montag gemacht haben muss, weil Sinae dann wieder anruft.

P.S.: Den Test am Samstag habe ich übrigens bestanden.

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Samstag, 11. November 2006

Der Test

Heute ist der letzte Tag der Einführung in Hangeul und in einer dreiviertel Stunde werde ich den Abschlusstest machen. Eigentlich sollte ich ja noch mal alles wiederholen, aber ich habe letzte Nacht schlecht geschlafen und fühle mich vollkommen Matsch in der Birne. Also lenke ich mich ein bisschen ab und entspanne. Es hängt ja eigentlich nichts (oder zumindest nicht viel) ab von dem Ergebnis, aber irgendwie wäre es doch blöd, zu versagen. Naja, wir werden sehen.

Eben in der Klasse sind wir noch mal die wichtigsten Themen durchgegangen und eigentlich ist es gar nicht schlecht, was wir in der kurzen Zeit gelernt haben. Theoretisch kann ich jetzt kurze Sätze bilden, Fragen stellen, Datum und Uhrzeit sagen und am Telefon nach jemandem fragen. In der Praxis klingen die Wörter aber alle verdammt ähnlich bzw. werden fast genau gleich geschrieben. Mit ausreichend viel Zeit kann ich aber einen Text wie den folgenden lesen. Verstehen nicht unbedingt, denn ich habe es in den vergangenen Tagen leider nicht hinbekommen, alle Vokabeln zu lernen. Aber das wird ja auch Bestandteil des Online-Tutorings. Wird schon werden.
Ach ja: Viel Spaß beim Karneval feiern! Alaaf!

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Donnerstag, 9. November 2006

Live from London

Dieses schoene Bild zu meiner Linken habe ich leider bisher nicht in Natura geniessen koennen. Denn ich werde hier in einem koreanischen Arbeitslager festgehalten, in welchem ich von morgens bis abends eine Gehirnwaesche verpasst bekomme. Dass ich mich von hier aus melden kann, ist nur einem gluecklichen Zufall in Form einer Luecke in der Firewall der Bibliothek zu verdanken. Wenn mich meine Folterknechte erwischen, bekomme ich bestimmt einen doppelt so harten Test am Samstag aufgebrummt. Also pscht!

Wir haben taeglich sechs Zeitstunden Intensivunterricht (Schreiben lernen, Hoerverstehen trainieren, Vokabeln aufnehmen, Grammatik ueben) und da man sich viel fuer uns vorgenommen hat, bekommen wir taeglich unter anderem eine Vokabelliste von etwa 50 - 100 Woertern, welche wir am naechsten Tag beherrschen sollen. Dummerweise ist aber aufgrund des Pensums nicht genug Zeit, um alles nach dem Unterricht zu wiederholen, so dass ich von Tag zu Tag ein groesseres Defizit aufbaue und die Frustration zunimmt. Den anderen geht es genauso, so dass die Stimmung in den Gruppen nicht gerade euphorisch ist. Eine der Italienerinnen hat mir erzaehlt, dass sie nachts schon nicht mehr schlafen kann und vollkommen fertig ist. Das gemeinsame Programm nach Feierabend ist dementsprechend. Naemlich nicht vorhanden. Ab naechster Woche habe ich eine Stunde pro Woche Online-Tutoring - mal sehen, ob da der Berg groesser oder kleiner wird. Ich freue mich jedenfalls schon auf den naechsten Aufenthalt in Paris, da wird es sicher etwas entspannter. Muss vorher nur noch das 500-seitige Geschichtsbuch durchlesen und ein Essay schreiben...

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Freitag, 3. November 2006

Bilder aus Nordkorea


Von einem Russen namens Артемий Лебедев sind diese interessanten Bilder aus Nordkorea. Ich kann leider kein Russisch, finde sie aber sehr ansprechend und meist selbsterklärend.

Serie I
Serie II
Serie III
Serie IV
Serie V

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Lange Haare, kurzer Verstand

Lange Haare rauben Nordkoreanern den Verstand. Dies lässt eine Fernsehserie im staatlichen Fernsehen die Volksrepublikaner wissen. Unter dem Titel "Lassen wir unser Haar in Übereinstimmung mit dem sozialistischen Lebensstil schneiden" wurde das Volk darüber aufgeklärt, dass langes Haar negative Auswirkungen auf die Entwicklung der menschlichen Intelligenz habe. Dies, da langes Haar viel Nahrung verbrauche und somit dem Gehirn viel Energie rauben könne. (Quelle: BBC NEWS)

Aha. Scheint so, als ob hier eine neue Möglichkeit zur Einsparung von Nahrungsmitteln aufgetan wurde.

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Donnerstag, 2. November 2006

Legalize it!


Diese Nachricht kündigt von der Befreiung der koreanischen Frauen vom Patriarchat:
Das seit Jahren geduldete Tragen von Miniröcken wird in Südkorea bald auch ganz offiziell erlaubt sein. Die Regierung in Seoul plant die Abschaffung des Minirock-Verbots und anderer veralteter Gesetze, wie die Zeitung "South Korean Times" unter Berufung auf die Polizeibehörde berichtet. Während der Militärdiktatur in den 1970er Jahren leistete sich das asiatische Land eine "Modepolizei", die auf der Straße nach zu kurzen Damenröcken oder zu langen Herrenhaaren Ausschau hielt.

Das Gesetz, wonach das Zeigen von zu viel Haut in der Öffentlichkeit als unanständiges Zurschaustellen strafbar ist, wurde bereits seit Jahren nicht mehr angewendet. Ebenfalls auf der Streichliste steht das Gesetz, das falsches Schornsteinreinigen unter Strafe stellt. Auch die mangelhafte Buchführung in Leihhäusern soll aus dem Strafregister verschwinden. Seit dem Ende der Diktatur in Südkorea 1987 wurden bereits die meisten der während der Diktatur geltenden geringfügigen Straftaten gestrichen.

Naja, vielleicht einem ersten Schritt dazu. Danke, Dirk! Und wer wissen will, welche Mode in Südkorea heutzutage toleriert wird, der schaut einfach mal hier.

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Freitag, 27. Oktober 2006

Der Schlächter von Pyöngyang

Jin-A hat mich auf einen bewegenden Bericht über Kim Jung Il, den Diktator über Nordkorea, aufmerksam gemacht. Den hat Jasper Becker geschrieben, ein amerikanischer Journalist, der seit Jahren in China lebt und die Region bereist. Einfach unvorstellbar, mir fehlen die Worte, zu beschreiben, wie schrecklich ich das finde, was die Menschen im Land erleiden müssen.

The horrifying crimes of Kim Jung Il are described in Jasper Becker's recent book Rogue Regime (2004, pictured on the left), the news magazine Der Spiegel made an interesting review of it.

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Donnerstag, 26. Oktober 2006

I like Paris in the summer when it sizzles...


...and in the winter when it drizzles. Meint zumindest mal Screaming Jay Hawkins. Und da ich im Herbst dort war, kann ich hinzufügen, dass es auch dann Spaß macht und man "guzzlen" geht. (Ja, das musste ich im Leo nachschlagen. ;-) Ich hatte also Gelegenheit, weitere meiner Mit-Koreaner und -Japaner kennenzulernen. Allesamt sehr nett, muss ich schon sagen. Das Gros zwischen 25 und 35 und noch ein paar Oldies wie ich und eine bunte Mischung von meist Südwest- und Osteuropäern aus kleinen wie großen Unternehmen. In Paris wurden wir am Mittwoch erst einmal auf das herzlichste an der Sciences Po begrüßt und uns wurde ein Überblick über das Programm und eine Einführung in die Geographie des jeweiligen Ziellandes gegeben. Früh fing das an und hörte spät auf, da eine feierliche Eröffnungszeremonie mit insgesamt acht Referenten aus aller Welt vorgesehen war. Sehr interessant, was der CFO von Renault, Thierry Moulonguet, über das Potential euro-asiatischer Zusammenarbeit zu sagen hatte und wie er das Vorgehen beim Einstieg bei Nissan beschrieb. Alles in allem aber ein furchtbar langer Tag, insbesondere, da ich am Vorabend mit Frank, der mich netterweise vom Flughafen abgeholt hatte und meinem Gastgeber Thomas noch Essen und Trinken war...

Die folgenden beiden Tage gestalteten sich ähnlich: viele Vorträge, meist interessant, aber mit katastrophal schlecht gemachten Folien (wenn überhaupt) unterstützt. Sehr versierte Referenten, die auch gern über die Themen aus Wirtschaft und Geschichte diskutierten. Da die Entwicklung Japans und Koreas eng miteinander verknüpft war und ist, war es sinnvoll, dies mit beiden Gruppen gemeinsam zu machen. Das hat mir gut gefallen, auch, wenn die Augen schon mal zufielen. Mittags haben wir gemeinsam und gut in der Nähe der Uni gegessen. Wer also mal in St.-Germain-des-Près unterweg ist, kann Mittags auf das Menü im Ministères vertrauen. Und Abends ging es auf die Piste, zumindest mal gemeinsam auf ein Bier. Und am Freitag, nach all' der Müh', kam dann Damenbesuch nach Paris und alles wurde gut. So gut, dass wir am Samstag über acht Stunden im gleichen Restaurant (Les Philosophes im Marais/Nähe Bastille) verbrachten. Ungemein gemütlich und lecker. Vielleicht sollte man aber vermeiden, acht Liter Wein mit vier Personen zu vertilgen... Dennoch: Ein guter Start!

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Dienstag, 17. Oktober 2006

Das hab' ich in Paris gelernt...

... werde ich morgen Abend sagen können. Denn heute geht es zur ersten dreitägigen Schulung an der Sciences Po. Landeskunde, Wirtschaft und Geschichte stehen auf dem Programm und natürlich noch eine Eröffnungsfeierlichkeit mit Vertretern der Hochschulen und der Europäischen Kommission. Ich bin schon sehr auf meine Mitstreiter gespannt. 45 fahren insgesamt nach Asien, davon zehn nach Südkorea. Da wir wohl sechs Monate sehr intensiv zusammenarbeiten werden, hoffe ich natürlich, dass die Chemie stimmt. Einen Italiener aus meiner Gruppe habe ich schon in Brüssel bei dem Vorstellungsgespräch kennengelernt - wenn alle so sind wie Sergio, kann nichts schiefgehen. Schau'n wir mal.

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Freitag, 13. Oktober 2006

E-mail for you

Die Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Korea veröffentlicht wöchentlich einen Wirtschaftsrundbrief Korea, der aktuelle Schlagzeilen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie volkswirtschaftliche Kennzahlen enthält. Wer möchte, kann sich diesen regelmäßig per E-Mail zuschicken lassen.

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Jaebeol: Koreanische Riesen

In der koreanischen Wirtschaft ist die Konzentration sehr hoch. Die 30 größten Unternehmen des Landes erwirtschaften 90% des Bruttosozialproduktes. Zu diesen Jaebeol (재벌) genannten Unternehmen gehören Hyundai, Samsung, LG, Daewoo und Hanjin - alles global agierende Gemischtwarenkonzerne mit Aktivitäten u. a. in Fertigungsindustrie, Elektronik und Logistik. So wird beispielsweise die als Handy-Hersteller bekannte Samsung Corp. mit dem Burj Tower in Dubai 2008 das dann höchste Gebäude der Welt gebaut haben.

Ursprüglich als Familienunternehmen aufgebaut, wuchsen sie begünstigt durch die von Präsident Park in den 60er Jahren initiiterte Industriepolitik mit Krediten staatlicher Banken und durch Staatsaufträge sehr stark. Diversifiziert wurde vor allem, um noch mehr Wachstum zu erreichen, Risikoverteilung oder Wirtschaftlichkeit der Unternehmen war zweitrangig. Aus diesem Grund gerieten Ende der 90er Jahre im Strudel der Asien-Krise etwa ein Viertel der Jaebeol in Zahlungsschwierigkeiten. Ssangyong und Daewoo etwa konnten nur mit Steuergeldern vor dem Kollaps bewahrt werden.

Aufgrund der (heute wiedererlangten) großen Wirtschaftskraft nehmen diese Unternehmen auch starken Einfluss auf die politische Landschaft. So wurden Hyundai und die SK Gruppe wegen Bestechungsskandalen angeklagt, in die auch der derzeite Präsident Roh und Vorgänger Kim verwickelt waren. Aufgrund der den Markt dominierenden Rolle dieser untereinander verflochtenen Konzerne ist eine ständig wiederkehrende Forderung der USA in Verhandlungen über Freihandelsabkommen, dass diese stärkerer Aufsicht von Kontrollbehörden unterstellt werden sollen.

Synchron mit der derzeitigen Entwicklung der Weltwirtschaft entwickelt sich die koreanische Börse: positiv. Zur schnellen Orientierung habe ich in die Navigationsleiste rechts ein Chart des KOSPI eingebunden.

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Donnerstag, 12. Oktober 2006

Nordkorea verschleppt Menschen

Dass Nordkorea zu den "Schurkenstaaten" gehören soll, wissen wir ja schon seit einiger Zeit. Da die Glaubwürdigkeit einer solchen Attributierung ja aber u. a. von demjenigen abhängt, der diese verliehen hat, habe ich bisher nicht allzuviel darauf gegeben. In letzter Zeit bin ich natürlich besonders sensibilisiert und höre genauer hin, wenn Berichte über die Region im Radio kommen. So war gestern auf Deutschlandradio Kultur ein Interview mit dem ehemaligen Leiter des Goethe-Instituts in Japan, Markus Tidten, zu hören, der u. a. darüber berichtete, dass es bis 1993 Entführungen von Japanern und Südkoreanern durch nordkoreanische Agenten gab. Die Entführten sollen der Propaganda dienen und nordkoreanische Spione ausbilden. Einige von diesen Entführungsopfern konnten in den vergangenen Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehren, die meisten jedoch gelten immer noch als vermisst. In der Hoffnung, ihre Verwandten doch noch einmal wiederzusehen, versuchen einige Angehörige seit Jahren, durch Vorträge und Apelle die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf diese Vorgänge zu lenken und Nordkorea zur Freilassung dieser Menschen zu bewegen.

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Mittwoch, 11. Oktober 2006

Ware Schönheit

Ein ganz anderer Einblick in die koreanische Kultur: Joo-Hee Kim, Miss Korea 2006.


"Schönheit füllt, was man auch spricht, den Magen nicht." meint Bernd Graff.

Irgendwie erinnert mich die zweite Dame von links hier an jemanden...

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Dienstag, 10. Oktober 2006

Gefährliches Spiel

Die Spannungen zwischen Nord und Süd waren eigentlich schon schlimm genug, jetzt wurden diese durch den gestrigen Atomwaffentest der Nordkoreaner noch verschärft. Offenbar will sich Nordkorea als neunte offizielle Atommacht eine Machtposition in Asien erwirken. Als Reaktion hat Südkorea seine Armee in den Alarmzustand versetzt. Im Süden stehen 700.000 Soldaten einer Million Soldaten im Norden gegenüber. Zum Vergleich: Die Bundeswehr hat eine Truppenstärke von momentan 285.000 bei einer Bevölkerung von 82,5 Millionen. Im Jahr 1989 gab es noch 495.000 Soldaten in der BRD und 210.000 in der DDR.

Ganz überraschend kommt der Test nicht. Am Atomprogramm wird seit 2002 wieder aktiv gearbeitet. Damals wurde der Reaktor Yongbyon wiederangefahren, mit dem man waffenfähiges Plutonium produzieren kann. Das führte dazu, dass Nordkorea von George Bush in die "Achse des Bösen" aufgenommen wurde.

Über mögliche Sanktionen wird im Sicherheitsrat der UN diskutiert. Werden diese beschlossen, so ist für die 23 Millionen Nordkoreaner Schlimmes zu befürchten. Schon jetzt sei ein Viertel der Bevölkerung direkt von Hilfslieferungen aus dem Ausland abhängig und Millionen litten Hunger, heisst es. Jedes Schulkind im Norden soll durchschnittlich 10 Kilo weniger wiegen als sein Altersgenosse im Süden und zudem 10 cm kleiner sein. Das spricht eine deutliche Sprache.

Welche tatsächliche Gefahr für die südkoreanische Wirtschaft aufgrund dieser Nuklearsprengung wahrgenommen wird, zeigt ein Blick auf den Börsenindex KOSPI und die Wechselkurse. Der koreanische Leitindex fiel gestern um 2,4%, die koreanische Währung Won um 1,5% gegenüber dem Dollar. Eine Reaktion, aber keine Panik. Und heute sind beide Werte wieder gestiegen. Die Wirtschaftswelt nimmt's recht gelassen.

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Mittwoch, 27. September 2006

In Korea spielt man Baduk

Das Go-Spiel ist in Korea unter dem Namen Baduk (바둑) bekannt und beliebt. So beliebt, dass es in Korea 10 Millionen Spieler (das ist fast jeder vierte Koreaner!) gibt. Von denen sind knapp 200 Profis, wobei es bald aber sicher mehr sein werden. Denn man kann sich in Seoul an der Myongj-Universität in einem (weltweilt einmaligen) vierjährigen Studium zum Baduk-Profi ausbilden lassen. Jens Henker aus Leipzig ist einer, der die vierjährige Ausbildung begonnen hat. Respekt und viel Erfolg! Profi werde ich zwar sicher nicht mehr, aber vielleicht komme ich während unseres Aufenthaltes da unten ja mal wieder dazu, ein paar Steine zu legen.

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Donnerstag, 21. September 2006

Fremdbild

Vor einiger Zeit habe ich mich ja im Rahmen der Bewerbung für das Korea-Programm einem Persönlichkeitstest unterzogen. Nach Abschluss des Verfahrens sind mir Ergebnisse der Auswertung durch den Personalberater mitgeteilt worden. Meine Notizen dazu sind mir gerade in die Hände gefallen. Wen's interessiert, der kann ja mal sein Bild von mir mit dem von DeWitte & Morel gezeichneten vergleichen.

Ergebnis des Tests sei, dass ich eine kooperative, hilfsbereite Grundeinstellung habe und jemand sei, der Menschen motiviere. Dabei sei ich relativ unabhängig von anderen. Änderungen gegenüber sei ich nicht vollständig positiv eingestellt. Gut könne ich mich jedoch neuen Situationen anpassen und leicht Lösungsalternativen generieren.

Hm. Nicht sehr umfassend, was da aus 150 Aussagen meinerseits geschlossen wurde. Aber kann man ja mal auf sich wirken lassen.

Montag, 18. September 2006

Wenn einer eine Reise tut...

...dann braucht er Informationen. Hier einige Informationsquellen über Südkorea und Seoul, die ich als hilfreich empfunden habe:
Und aus einer dieser Quellen kann man auch die angeblich 12 merkwürdigsten Bräuche von Koreanern erfahren.

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Freitag, 15. September 2006

Live and let die

"Octopussy" wäre vielleicht auch ein ganz passendender Titel für diesen Eintrag gewesen, denn heute geht es um etwas, was unsereins nur durch heroische Überwindung à la James Bond gelingen dürfte: das Essen lebendigen Octopus (Octopus) minor minor. Dieses Gericht steht in Korea als Sannakji (산낙지) auf der Speisekarte und wird als zart und wohlschmeckend beschrieben. Aber sehen wir selbst:

Für den aufgeschlossenen Hobbykoch hier das Rezept: Man nehme einen kleinen Kraken, schneide diesen mit der Schere in mundliche Stücke, würze leicht mit Sesamöl und Sesam und serviere frisch und zuckend.

Manch einer mag es als späte und gerechte Rache des Oktopus verstehen, dass sich die noch aktiven Saugnäpfe angeblich in der Kehle festsaugen und zu Hustenanfällen reizen können. Guten Appetit!

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Mittwoch, 13. September 2006

Feed the world

Wie Euch sicher schon aufgefallen ist, komme ich derzeit nicht allzu häufig dazu, ins Blog zu schreiben. Stoff genug gäbe es schon, aber die Arbeit hier in München, Vorbereitungen für die Schulungen und anderes bekommen immer wieder Vorrang.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es auf die Dauer frustrierend ist, auf eine solche Seite zu schauen und dann keine Neuigkeiten zu finden. Dafür gibt es aber eine gute Lösung: RSS. Das steht für "really simple syndication" und bedeutet, dass diese Seite von einem Programm automatisch daraufhin überprüft werden kann, ob sich ein Besuch lohnt. Ein solches ist der kostenlos verfügbare Feedreader, welchen ich auch benutze. Die Bedienung ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber einmal eingerichtet, funktionert das prima. Und so wird man immer informiert, wenn sich etwas Neues in unserer Welt ergeben hat.

Uns so geht's: Programm installieren, "Datei", "Neu > Feed" auswählen, bei URL http://going-to-korea.blogspot.com/rss.xml eintragen und "OK" drücken. Ein Klick auf das kleine graue x rechts schließt das Fenster. Und wann immer ein neuer Artikel veröffentlicht wird, meldet das der Feedreader. Bei Fragen: fragen!

Dienstag, 12. September 2006

Was man von einem Big Mac über Seoul lernen kann

Um sich diesen Hamburger kaufen zu können, muss der durchschnittliche Einwohner von Seoul 29 Minuten lang arbeiten. Aha. Man fragt sich, warum die UBS in regelmäßigen Abständen Geld dafür ausgibt, um dies herauszufinden. So für sich genommen, ist das auch nicht weiter interessant. Wenn man aber weiß, dass ein Einwohner von Nairobi eineinhalb Stunden dafür arbeiten muss, wird's schon spannender. Im globalen Kaufkraftvergleich erfährt man dies und mehr.

Für mich war die Frage: "Wie teuer ist eine Wohnung in Seoul?". Anhand der mir bisher zugänglichen Veröffentlichungen und Berichten von Jin-As Freunden vor Ort hatte sich noch kein klares Bild geformt. Von bis zu viertausend Euro pro Monat war die Rede oder aber auch von dem Kautionsmodell jeonse, bei dem man dem Vermieter einen fünf- bis sechsstelligen Dollarbetrag unverzinst überlässt, dann aber keine monatliche Miete zu zahlen braucht. Schwer zu kalkulieren.

Hier hilft der neueste UBS-Report. Ermittelt wurde, dass in Seoul eine möblierte Vier-Zimmer-Wohnung mittlerer Preislage 3.590 € kostet, wobei es eine Preisspanne von 2.130 € bis 5.810 € gibt. Unmöbliert und für drei Zimmer bezahlt man in der südkoreanischen Hauptstadt immer noch um die 2.910 €. Da heisst es für uns wohl "Zähne zusammenbeißen" (um elegant die Brücke zum Titel zu schlagen).

Und was man beim Lesen noch so über unsere Welt lernt:
  • Eine Dame zu bekleiden ist fast überall billiger als einen Mann auszustatten
  • In Seoul arbeitet man pro Jahr 50 Tage mehr als in Paris
  • 200 km Zugfahrt kosten in Deutschland 37,50 €, in Südkorea dagegen 4,50 € (Hallo!?)
  • Für ein Kilo Reis investiert man in Istanbul genausoviel Arbeitszeit wie in Neu Delhi
  • Steuern und Sozialabgaben betragen in Dubai 1%
  • Ein koreanischer Call-Center-Mitarbeiter arbeitet 50% mehr als in Deutschland, verdient aber nur die Hälfte (nämlich 8.700 € netto)
Da bleibt einem ja die Spucke weg.

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Dienstag, 22. August 2006

Krieg und Frieden

Heute hat die Demokratische Volksrepublik von Korea (besser bekannt als Nordkorea) der Republik von Korea (Südkorea) mit einem Präventivschlag gedroht. Bekanntermaßen ist Nordkorea im Besitz von Atomtechnologie und daher ist dies eine sehr drastische Drohung.

Auslöser ist ein Militärmanöver der Südkoreaner, welches derzeit gemeinsam mit den USA durchgeführt wird. Diese Übungen werden seit vielen Jahren gemacht, bisher ohne größere Zwischenfälle. Offiziell herrscht seit dem Angriff von Nordkorea auf Südkorea (1950 - 1953) zwischen den beiden Nachbarstaaten allerdings immer noch Krieg, welcher durch einen Waffenstillstand lediglich unterbrochen wurde. Dieser wurde heute seitens des kommunistischen Regimes der Nordkoreaner für nichtig erklärt.

Nicht gerade eine beruhigende Situation für einen kommenden Aufenthalt dort. Allerdings sind diese Drohgebärden seit Jahrzehnten Usus zwischen den Herrschern der beiden Staaten. Die Trennung von Korea erfolgte nach dem zweiten Weltkrieg, als die Halbinsel von den Japanern besetzt war und zur Befriedung entlang des 38. Breitengrades zwischen Sowjets und Amerikanern aufgeteilt wurde. Zu der ursprünglich vereinbarten Wiedervereinigung kam es aufgrund des kalten Krieges bis heute nicht. Die Parallele zu unserer deutschen Geschichte ist offensichtlich und viele Koreaner verfolgen daher interessiert, wie der Einigungsprozess hierzulande verläuft.

Mehr über Nordkorea auf einer Themenseite der ARD und natürlich auch auf Wikipedia.

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Mittwoch, 2. August 2006

Die Hürde ist genommen!

Perfekt! Jetzt habe ich die Bestätigung, dass auch mein Sponsorunternehmen grünes Licht nach Brüssel gegeben hat. Somit können die Vorbereitungen starten. Das "Executive Training Programme" teilt sich in zwei Abschnitte, einen in Europa und einen in Korea. Termine und Programmpunkte sind wie folgt:

European Inception Module (10.2006 - 02.2007)
  • 18. - 20. Oktober: Einführung und globale Politik (Paris)
  • 6. - 11. November: Koreanische Sprache und Geschichte (London)
  • 4. - 8. Dezember: Koreanische Geschichte, Kultur, Politik und gesellschaftliche Fragen (Paris)
  • 13. - 20. Januar: Unternehmensführung, Finanzierung, Verhandlungstechnik und Marketing in Korea (Mailand)
  • 12. - 23. Februar: Koreanische Sprache und Kultur (London)

Korea Immersion Module (03.2007 - 11.2007)

  • 5. März: Ankunft in Korea
  • März - Juli: Intensivkurs Koreanisch in der Yonsei University, Seminare über Geschäftspraktiken des Sangnam Institute of Management
  • August - Oktober: Praktikum in einem koreanischen Unternehmen
  • November: Feierliche Überreichung des Diploms

ETP-Partner

Alles in allem wird das wohl eine recht anstrengende, aber zugleich interessante Zeit werden. Ich freue mich drauf! (Und Jin-A auch... :-)

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Montag, 31. Juli 2006

Es liegt nicht mehr an mir...

So, jetzt ist die erhoffte Bestätigung der Europäischen Kommission da: Ich kann am ETP Korea 2006 teilnehmen. Ich hätte nie gedacht, dass Warten so anstrengend sein kann. Nach Finden eines Sponsorunternehmens, einer schriftlichen Bewerbung inkl. Businessplan, absolvierten Persönlichkeitstests und persönlichem Interview in Brüssel bin ich unter den glücklichen 15 Personen, die ab Oktober ein koreanisches Sprach- und Kulturstudium absolvieren werden. Zunächst parallel zum Job in Form von Distance Learning und Präsenzveranstaltungen in Paris, Mailand und London und dann ab März 2007 vor Ort in Seoul, Südkorea. Und wenn alles klappt, dann gehe ich nicht allein, sondern mit Jin-A zusammen. Eine tolle Perspektive! Jetzt fehlt nur noch eine Unterschrift vom Sponsorunternehmen und dann kann's losgehen mit den Vorbereitungen...

Samstag, 17. Juni 2006

Persönlichkeitstest

Nachdem ich meine Bewerbung bei der Europäischen Kommission eingereicht hatte, bekam ich die Nachricht, dass diese akzeptiert und ich zu einem persönlichen Interview eingeladen wäre. Vor diesem Termin jedoch wurde ich gebeten, mich online einem Persönlichkeitstest von der belgischen Personalberatung DeWitte & Morel zu unterziehen. Ein Klick auf den in der Einladungsmail mitgeteilten Link verriet mir, dass es sich um den sogenannten "Business Attitude Questionnaire (BAQ)" handele, bei dem einige Eigenschaften des Probanten erhoben werden würden. Da ich ein neugieriger Mensch bin und mich ungern Untersuchungen unbekannter Zielsetzung unterziehe, habe ich vorher ein wenig recherchiert. Das Unternehmen verrät auf seinen Internetseiten jedoch nichts über dieses Instrument und so bemühte ich Google. Allerdings wurde ich erst auf spanischen Internetseiten fündig, da der Ersteller des Fragebogens wohl diesbezügliche Transparenz nicht für hilfreich hält.
Herauszufinden war folgendes: Es werden emotionale Stabilität, Extrovertiertheit, Einstellung gegenüber Veränderungen, Altruismus und Verantwortungsbewusstsein sowie Professionalität erhoben. Dieses Instrument soll Klienten dazu dienen, zukünftige Verhaltensweisen ihrer Bewerber vorherzusagen. (Quelle: CincoDias.com) Na denn. Solchermaßen informiert, begann ich den Test und beantwortete die 150 Fragen im Stile von "I usually keep calm", "I like to be actively involved in the conversation", "I like to start a new assignment" etc. Interessant fand ich die doppelte Bewertungsskala. Zunächst mussten die Aussagen einzeln auf einer fünfstufigen Skala (stimme zu bis stimme nicht zu) bewertet werden und alle Aussagen anschließend in eine Rangfolge der Zustimmung (stark zutreffend bis nicht zutreffend) gebracht werden. Wahrscheinlich soll man so inhärente Widersprüche bei nicht wahrheitsgemäßen Antworten aufdecken können. Ich bin ja mal gespannt auf das Ergebnis der Auswertung - in einigen Wochen kann ich Feedback zu meiner Bewerbung bekommen. Das werde ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Bis dahin heißt es: Daumen drücken! Auch hier ist übrigens ein aufschlussreicher Persönlichkeitstest zu finden.

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Dienstag, 30. Mai 2006

Nach Korea beworben

Alles fing damit an, dass ich Lust verspürte, zum Ausgleich zur Arbeit hier in München Koreanisch zu lernen. Weil Jin-A zwar keine Muttersprachlerin ist, aber zumindest doch fließend Koreanisch spricht und es sicherlich spannend wäre, mal gemeinsam nach Korea zu reisen und zumindest ein paar Brocken sprechen zu können. Erstaunlicherweise ist es aber selbst in einer Stadt wie München schwierig, einen Sprachkurs für diese Sprache zu finden. So bin ich dann nach einigen Recherchen zufällig auf das Executive Training Programme (Broschüre) der Europäischen Kommission gestoßen. In diesem wird Führungskräften notwendiges Basiswissen vermittelt, um in Japan und Korea erfolgreich Geschäfte machen zu können. Also Sprache, Kultur, Geschäftsgepflogenheiten, Landeskunde etc. Genau das, was ich suche. Die Bewerbung ist an einige Bedingungen geknüpft, da die Kommission das Ziel verfolgt, die Geschäftsbeziehungen mit diesen Ländern über dieses Programm zu fördern. Man benötigt u. a. ein Unternehmen (den "Sponsor"), welches das Vorhaben unterstützt und dieses muss einen Business Plan für Korea vorweisen. Da mir das Progamm so interessant erschien, habe ich mich auf die Suche nach dem Sponsor gemacht, Überzeugungsarbeit geleistet, dankenswerterweise diese Unterstützung bekommen und alle notwendigen Unterlagen zusammengestellt. Unterschriften eingesammelt, alles eingetütet, abgeschickt. Rechtzeitig zur Deadline. Jetzt heißt es Warten. Feedback soll Anfang Juni kommen und dann ggf. eine Einladung zum Interview...

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